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Nachrichten aus dem Erzgebirge - Bereich Wirtschaft

    
21.11.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Porsche übergibt acht Exmoor-Ponys 
(MT) GRÜNSTÄDTEL: Pferdestärken für einen guten Zweck: Porsche Leipzig hat acht Exmoor-Ponys aus eigenem Bestand an zwei gemeinnützige Vereine in Sachsen und Thüringen gespendet. Der PSV Grünstädtel erhielt im Beisein von Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer zwei Tiere für Reit- und Therapieangebote.
Jens Vötzsch wurde es bei der Übergabe der Ponys am 17. November trotz nass-kaltem Wetters warm ums Herz. Als Mitglied im Grünstädtler Pferdesportverein hat er das Ganze ins Laufen gebracht.
Jens Vötzsch: "Ich habe den Beitrag im Fernsehen gesehen und dann unseren Vorsitzenden gefragt, was er von neuen Ponys hält. Dann haben wir ein Schreiben für Porsche Leipzig aufgesetzt und wurden dann glücklicherweise ausgewählt zum Erhalt für die Exmoor-Ponys."
Unterstützt wird das Engagement vom Porsche Werkzeugbau, der vor Ort eine dreijährige Patenschaft für die Ponys übernimmt. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit den Porsche-Kollegen in Schwarzenberg Gutes zu tun", sagt Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.
Exmoor-Ponys stammen ursprünglich aus dem Südwesten Englands. Die Rasse gilt als kinderlieb, nervenstark und robust. Seit 2002 leben rund 30 Wildpferde artgerecht in einem weitgehend naturbelassenen Biotop, nur wenige hundert Meter von den Produktionshallen entfernt. Um den Bestand bei Porsche Leipzig konstant zu halten, werden die Ponys regelmäßig an ausgewählte gemeinnützige Organisationen übergeben. Zum Glück für den PSV Grünstädtel!
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel, Vorsitzender des PSV Grünstädtel: "Für uns wird das eine ganz neue Erfahrung werden, mit solchen Pferden umzugehen, weil das Pferde sind, die bisher noch keine Ausbildung genossen haben. Es sind Wildpferde. Unser Anspruch ist, die zwei Exmoor-Ponys in drei Jahren vom Wildpferd zum Reit- und Therapiepferd auszubilden. Als Therapiepferd wollen wir sie letztendlich Leuten zugänglich machen, die entsprechende Hilfen brauchen, die körperliche und geistige Behinderungen haben."
Die Übergabe der Tiere soll der Auftakt für eine nachhaltige Zusammenarbeit sein.
Carlo Modesto, Geschäftsführer Porsche Werkzeugbau Schwarzenberg: "Für uns als Porsche Werkzeugbau in Schwarzenberg ist es auch ein Anliegen etwas ein Stück weit an die Region zurückzugeben. Wir haben umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen hier am Standort. Die kurzen Wege hinsichtlich Genehmigungsverfahren und so weiter ist für uns ein Riesenvorteil hier am Standort. Wir haben außerdem ein großes Interesse daran, uns kulturell und sozial zu engagieren. Und das auch hier lokal in der Region. Wir hatten das große Glück, dass wir über unsere Kollegen von Porsche Leipzig die zwei Pferde zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wir haben uns dazu bereit erklärt, dem örtlichen Reitverein die Pferde zu sponsern, sowie deren Unterhalt und die Umschulung zu Therapiepferden. Es ist eine schöne Sache, zu sehen, wie die Pferde eingesetzt werden bei behinderten Kindern."
Der PSV Grünstädtel hofft mit den beiden neuen Exmoor-Ponys noch mehr auf viele neugierige Besucher und Interessenten am Reitsport.
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel: "Die Reitanlage ist jeden Tag zu besuchen. Es gibt Ansprechpartner hier auf der Reitanlage. Wer Termine zum Reiten ausmachen möchte, kann jederzeit vorsprechen. Wer die Neuzugänge anschauen will, der sollte der Ausschilderung folgen. Man kann rangehen, nur bitte nicht füttern! Jeder der Interesse zeigt, soll auf die Reitanlage kommen. Je mehr Interessierte, desto bunter wird auch das Leben hier auf der Anlage."
Wir dürfen gespannt sein, wie die Ausbildung der Wildpferde für den Einsatz als Reit- und Therapietiere beim PSV Grünstädtel verläuft. In drei Jahren werden wir wieder vorbeischauen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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21.11.2017 09:00 (Wirtschaft / Sport)
Integrationspreis für Wätas 
(MT) DRESDEN/OLBERNHAU: Der FCE Brustsponsor, die Wätas Wärmetauscher GmbH, wurde von Sachsens Integrations- und Gleichstellungsministerin Petra Köpping und dem Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth mit dem "Sächsischen Integrationspreis" ausgezeichnet.
Unter dem Motto "Integration gestalten. Zusammen gewinnen." hatten sich über 70 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen um den Preis beworben. Wie der Wochenspiegel Erzgebirge berichtet, ist der FCE-Sponsor einer von drei Preisträgern. (Bildquelle: WEV/Anja Schneider)
18.11.2017 12:00 (Wirtschaft)
An der Annaberger Riviera wohnen 
(SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ: Was wie ein Blick in die schmalen Gassen einer italienischen Kleinstadt wirkt, ist in Wirklichkeit das Münzviertel, die Johannisgasse der Erzgebirgshauptstadt. Romantisch gelegen findet zur Zeit das größte innerstädtische Wohnungsbauvorhaben im Landkreis seinen Abschluss. Noch wird in den Außenbereichen kräftig gebaut, im Inneren des denkmalgerecht sanierten Gründerzeitgebäudes ist schon Leben eingezogen. In Betrieb genommen wurde es am 10. November von der gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH, kurz WPA, und Gästen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Björn Buchold, Geschäftsführer der WPA: "Es ist schön das wir heute in der Johannisgasse 7 stehen im Münzviertel der Stadt Annaberg-Buchholz und wir feierlich unser Betreutes Wohnen für 17 Einzelappartements und natürlich unsere Tagespflege in der Johannisgasse 9 eröffnen können. Somit hat dieses Quartier und die Altstadt von ANA wieder ein Juwel bekommen.
Bis zu 22 Quadratmeter Wohnraum hat so ein Einzelappartement. Alle haben gemein eine traumhafte Aussicht und eine sonnige Lage. Genau das Richtige für ältere Menschen, die allein leben und vielleicht die eine oder andere Unterstützung brauchen. Allein sein muss aber niemand. Auf jeder Etage sind moderne Wohn- und Essbereiche zu finden, die geradezu einladen, sich zu unterhalten, gemeinsam zu speisen, sich zu beschäftigen. Wenn man will, natürlich.
Carola Lorenz, Leiterin des ambulanten Pflegedienstes: "Das Wohnen im Münzviertel bedeutet, dass hier in zwei Etagen Menschen mit einem Pflegebedarf einziehen können. Im Haus 9 ist eine Tagespflege integriert und alle Mieter haben die Möglichkeit, auch die Tagespflege zu besuchen."
Auch das, natürlich, ganz nach eigenem Ermessen. Die Etagen sind mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar und mit einem zusätzlichen Wellnessbad wird Richtung Wohlbefinden und Entspannung noch einmal eins draufgesetzt. WPA-Geschäftsführer Björn Buchhold betont, es sei eben kein klassisches Pflegeheim. Es soll eine Alternative sein - mit Synergieeffekten bei Betreuung und Pflege und einer Versorgungsqualität, die bei einzelnen, im Stadtgebiet verteilten Wohnungen, gar nicht möglich wäre. Anders gesagt: So viel Sebständigkeit wie möglich und schnelle Hilfe, wenn sie notwendig ist.
Mit der Investition einer Firma an der Johannisgasse entstehen insgesamt 50 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten. Neubauten und die Sanierung von Altbauten werten das historische Münzviertel deutlich auf und beleben die Annaberger Altstadt. Ergänzend dazu entstehen gerade auch eine Tiefgarage, Einzelgaragen und Carports. Und der Blick ähnelt nach wie vor wie eine Gasse einer italienischen Kleinstadt. Es ist eben die "Annaberger Riviera". So nennt man das Münzviertel hier schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.
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17.11.2017 12:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Erzgebirgische Kunsthandwerk bekannt 
(MT) LEIPZIG/OLBERNHAU: Fast zwei von drei Deutschen kennen das Erzgebirgische Kunsthandwerk. Das teilte der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller anlässlich der Ausstellung "25 Jahre Cadeaux - 25 Jahre Erzgebirgisches Kunsthandwerk auf der Cadeaux" in der Leipziger Messe mit.
60,7 Prozent der Deutschen kennen das Erzgebirgische Kunsthandwerk. Bei den über 55-Jährigen liegt die Bekanntheit mit fast 80 Prozent höher als bei unter 35-Jährigen mit 31,1 Prozent. Das Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge ist bei Frauen (64,1%) bekannter als bei Männern (58,4 %). Erwartungsgemäß ist die Bekanntheit
in Sachsen und Thüringen mit fast 90 Prozent am größten, während sie mit rund 51 Prozent in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg am geringsten ist.
Die Zahlen sind Ergebnis einer im September 2017 deutschlandweit vom Verband über das Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführten repräsentativen Befragung.
17.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
Textilausbildung in Plauen konzentrieren 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Bei einem Branchentag der Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland gehörte am 8. November in Annaberg-Buchholz die Berufsausbildung zu den Schwerpunktthemen des Treffens. Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil. Und Bekleidungsindustrie machte neue Pläne diesbezüglich öffentlich. Die Berufsausbildung soll nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden.
Dr. Peter Werkstätter (Bild), vti-Geschäftsführer: "Das Hauptproblem ist, dass die bestehenden Kapazitäten relativ zersplittert sind. Es gibt sehr viele Standorte, die nicht alle den neuen Bedingungen unserer Industrie entsprechen. Die klassische Textilausbildung ist heute nicht mehr das Einzige, weil auch angrenzende Industriebereiche hineinspielen. Daher müssen Inhalte in der Lehrausbildung verändert werden. Das kann man nur in einem Kompetenzzentrum leisten, wie wir das in Südwestsachsen in Plauen vorhaben."
In der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie haben in diesem Jahr 245 junge Menschen eine gewerbliche Berufsausbildung begonnen. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten nicht alle Lehrstellen besetzt.
Der vti hat mit Blick auf zeitgenäße Ausbildungsbedingungen den zuständigen Ministerien und Behörden empfohlen, die textile Aus- und Weiterbildung der neuen Bundesländer in Plauen zu konzentrieren. Ähnliche Wege gehe man in Textilregionen in Bayern-Franken sowie in Nordrhein-Westfalen, wo in diesem Sinne bereits Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe auf den Weg gebracht worden seien. Warum sieht der vti in Plauen den richtigen Ort für das Kompetenzzentrum in Sachen Ausbildung?
Dr. Peter Werkstätter: "Es existieren schon maßgebliche Elemente. Wir haben ein sehr leistungsfähiges Berufsschulzentrum in Plauen, wir haben die Fördergesellschaft für berufliche Bildung in Plauen, wir haben eine Berufsakademie in Plauen, wir haben in unmittelbarer Nähe die Westsächsische Hochschule in Zwickau mit der Verbundausbildung zum Master in Chemnitz. Das sind ideale Voraussetzungen. Diese Elemente muss man jetzt zusammenfügen und sicherlich auch um einige Elemente ergänzen."
Und noch etwas spricht für Plauen: In den neuen Bundesländern befinden sich derzeit insgesamt mehr als 1.000 Jugendliche in einer textilen Berufsausbildung. Die überwiegende Mehrheit davon lernt in Sachsen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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16.11.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Geld fürs Energiesparen 
(MT) CHEMNITZ/ERZGEBIRGE: enviaM und MITGAS unterstützen mit dem "Fonds Energieeffizienz Kommunen" seit zehn Jahren Städte und Gemeinden beim Energiesparen. In diesem Jahr stellen die Unternehmen rund 337.000 Euro bereit. Davon erhalten im Erzgebirgskreis 15 Kommunen eine finanzielle Unterstützung von insgesamt rund 36.800 Euro für das Energiesparen.
Unter anderem erhalten Burkhardtsdorf, Ehrenfriedersdorf, Geyer oder Zschorlau Geld für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Gemeinde Gelenau bekommt 3.000 Euro für die Erstellung eines Konzeptes zur energetischen Sanierung der seit 1995 in Betrieb befindlichen Luftwärmepumpenanlage im Freibad. Die Stadt Zwönitz erhält 3.200 Euro für die Umrüstung der Weihnachtsbeleuchtung auf Energiesparlampen im Stadtzentrum.
15.11.2017 14:30 (Wirtschaft)
Streik beim DRK in Stollberg 
(SvS) STOLLBERG: Im Stollberger Bereich war es am Mittwoch (16.11.) schwierig, die Krankentransporte zu organisieren. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes Stollberg zum Streik aufgerufen. Mitarbeiter, die an diesem Tag im Krankentransport eingeteilt waren, sollten für ihre Rechte auf die Straße gehen. Sie fordern die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu einem Anwendungstarifvertrag auf den DRK-Reformtarifvertrag bis zum Abschluss.
Laut ver.di arbeiten die Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes Stollberg für bis zu 500 Euro weniger als ihre Kollegen in den Kreisverbänden Chemnitz und Aue-Schwarzenberg oder in anderen Bundesländern. In den vor einem Jahr begonnenen Gesprächen sei man nicht weitergekommen, heißt es von der Gewerkschaft. Die Geschäftsführung des Kreisverbandes Stollberg habe sie trotz Vereinbarung nicht fortgeführt und stelle sich tot. Das sei unanständig, kritisiert Gewerkschaftssprecher André Urmann. Verträge wurden nur für einzelne Mitarbeiter geändert, nicht aber grundlegend als Tarifvertrag für alle. Dadurch habe man viele gute Kräfte bereits an andere Rettungsdienste verloren.
Hintergrund sei der enorme Kostendruck. Dienstleistungen des Krankentransportes müssen in Sachsen noch immer europaweit ausgeschrieben werden. Zwar ist die Europäische Vergaberichtlinie 2015 geändert worden und für Rettungsdienst und Krankentransport kann eine sogenannte Bereichsausnahme gelten, doch der Freistaat hält sich daran nicht. Die Staatsregierung hat die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht geschaffen und steht damit in Deutschland so ziemlich allein da.
Über Ergebnisse und Auswirkungen des Warnstreiks wurde noch nichts bekannt. Urmann hält Arbeitskampfmaßnahmen bis in die Weihnachtszeit hinein für wahrscheinlich. Vereinzelt wurden aber vom DRK auch im Streikgebiet trotzdem Krankentransporte durchgeführt. (Quelle: privat)
15.11.2017 10:00 (Wirtschaft)
Plattform für Nachwuchskräfte 
(MT) ZWICKAU: Namhafte Firmen aus dem Erzgebirge wie Meleghy Bernsbach, die AWEBA Werkzeugbau GmbH Aue, die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, die IAV GmbH, die KSG Leiterplatten GmbH, die Porsche Werkzeugbau GmbH oder die TURCK Beierfeld GmbH waren am 9. November auf einer Messe in Zwickau, der Firmenkontaktmesse ZWIK, vertreten. Der Veranstalter Wirtschafts- und Industriekontakte WIK versteht sich als Plattform, die akademische Nachwuchskräfte der mitteldeutschen Hochschulen mit Arbeitgebern zusammenbringt. Ziel der Unternehmen ist es, sich den Fach- und Führungskräften von morgen als Arbeitgeber vorzustellen und somit Potential an die heimatliche Region zu binden.
Neben jährlichen Firmenkontaktmessen rundet das online Karriere- und Stellenportal www.WIKWAY.de das Angebot von Deutschlands drittgrößter Kontakt- und Rekrutierungsplattform für akademische Nachwuchskräfte ab. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
14.11.2017 08:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Abschluss bei Ausbildungsmessen 
(MT) STOLLBERG: Die Dreifeldhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg war am vergangenen Sonnabend die vierte und damit letzte Station der Ausbildungsmesse Erzgebirge. Wie zuvor in Annaberg-Buchholz, Aue und Marienberg konnten sich Schüler auch hier über Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge informieren. Allein in Stollberg standen Vertreter von fast 100 Firmen Rede und Antwort.
Die Top 3 der Wunschberufe im Erzgebirgskreis waren dieses Jahr laut einer aktuellen Veröffentlichung der Arbeitsagentur bei den Jungs der Kfz-Mechatroniker, der Zerspanungsmechaniker und der Mechatroniker und bei den Mädchen die Verkäuferin, die Kauffrau Büromanagement und die Kauffrau im Einzelhandel. Das ergibt ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen zwei Jahren
Die meisten der Ausbildungsstellen wurden mit 121 Stellen zum Zerspanungsmechaniker, mit 71 Stellen zum Werkzeugmechaniker, mit 67 Stellen zu Einzelhandelskaufleuten und mit 64 Stellen zum Verkäufer gemeldet. (Bildquelle: KJ/Mario Rusznyak)
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14.11.2017 06:00 (Wirtschaft / Politik)
DGB: Bildungsoffensive wird Schwerpunkt 
(MT) RITTERSGRÜN: Der DGB-Kreisvorstand hat sich am vergangenen Wochenende zu seiner Jahresklausur im Landhotel Rittersgrün getroffen. Zur Problematik Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung im Erzgebirgskreis wurde hervorgehoben, dass die Anhebung der Löhne für gute Arbeit eine der wichtigsten Voraussetzung für die Gewinnung von zusätzlichen Arbeitskräften ist.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im kommenden Jahr soll für die Gewerkschafter die Situation im Bildungsbereich im Erzgebirge sein. Der DGB sieht die Gefahr, dass sich der seit Jahren immer stärker abzeichnende Personalmangel an den Schulen, eine der größten Gefahren für unsere Fachkräfte von morgen wird. Es wurde beschlossen, dass das alljährlich auf dem Markt von Annaberg-Buchholz stattfindende Familienfest unter das Thema Bildung gestellt wird und sich alle Einzelgewerkschaften der Region daran beteiligen werden. (Bildquelle: DGB)
10.11.2017 10:00 (Wirtschaft / Politik)
Wirtschaftsminister Dulig bei Normteile Lindner 
(MT) EHRENFRIEDERSDORF: Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig besucht in loser Folge die fünf 2017 Nominierten im Wettbewerb "Sachsens Unternehmer des Jahres". Als erstem der fünf ausgewählten Unternehmen erwies Martin Dulig am 8. November der Normteile Lindner GmbH in Ehrenfriedersdorf seine Referenz.
Das Unternehmen ist seit 1990 ein Begriff für Präzision und effektive Kundenlösungen, wenn es um Zeichnungsteile und Spezialelemente aus verschiedenen Metallen, hochwertigen Edelmetallen und Kunststoffen geht. Der Spezialist für das Drehen, Fräsen, Schleifen und Montieren von Bauteilen, in möglichst wenigen Arbeitsgängen, bietet Lösungen für Präzisionsteile. Das Familienunternehmen steht aber auch für eine Vielzahl von Mitarbeiterleistungen und die Übernahme einer gesellschaftlichen Verantwortung, die wohl die Wenigsten bei einem erzgebirgischen Mittelständler vermuten.
Das Unternehmen beschäftigt Personen mit Handicap. Mitarbeiter werden selbst ausgebildet, aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden und durch Gewinnausschüttungen, Halb- und Jahresprämien am Erfolg beteiligt. Normteile Lindner vergibt jährlich mitarbeitergebundene Spendenbudgets zur Unterstützung sozialer Zwecke und fördert außerdem 20 soziale Projekte pro Jahr.
Überzeugen konnte der erzgebirgische Betrieb die Jury des Unternehmerpreises letztlich vor allem durch seinen langfristig vorbereiteten und erfolgreich durchgeführten Generationswechsel. Dabei hat das Unternehmen in den vergangenen 10 Jahren schon zweimal einen Nachfolgeprozess durchlebt. War der erste in 2007 nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers Johannes Lindner noch überraschend, so nutzte die Familie die folgenden Jahre, um die Übergabe des Unternehmens von der Ehefrau Karla Lindner an zwei ihrer Kinder gründlich vorzubereiten.
Den jetzigen Ministerbesuch empfanden die beiden Geschäftsführer Anett und Jens Lindner als eine große Ehre, sowohl für das Unternehmen als auch für das Erzgebirge."Wir verstehen unsere Mitarbeiter als Teil der Familie, auch wenn das in den Anfangsjahren einfacher war als heute mit 70 Familienmitgliedern", so Jens Lindner (Bild).
"Sachsens Unternehmer des Jahres" ist eine Initiative mehrerer Partner aus dem Medien- und Wirtschaftsbereich. Ziel ist die öffentliche Anerkennung der Innovationskraft, der Risikobereitschaft und des Engagements mittelständischer Unternehmer. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
09.11.2017 16:00 (Wirtschaft)
Textil- und Bekleidungsindustrie mit Wachstum 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Die Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland entwickelt sich weiterhin dynamisch. Das war die Kernaussage bei einem Branchentag am Mittwoch (08.11.) im Gründer- und Dienstleistungszentrum in Annaberg-Buchholz. Dr.-Ing. Jenz Otto, seit 1. Juli 2017 als Nachfolger von Bertram Höfer Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. Zeigt sich optimistisch: "Die Textilbranche hat eine große Historie in Sachsen und Thüringen. Sie hat sich nach den Jahren des Wiederaufbaus zu einer selbsttragenden Branche entwickelt. In diesem Jahr können wir ein Wachstum von 3,2 Prozent nachweisen. Das ist ein Umsatzwachstum, das stolz macht. Wir hoffen, diesen Schritt dann auch bis zum Jahresende durchzuhalten. Man sieht aber, das eine leistungsfähige Stufe in der Branche erreicht ist."
Die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsbranche hat sich damit im laufenden Jahr deutlich dynamischer als die Branche in den alten Bundesländern entwickelt. Dem Wachstum hier von 3,2 Prozent steht ein Wert von 0,7 Prozent für das gesamte Deutschland gegenüber.
Zu den Schwerpunktthemen des Treffens gehörte die textile Berufsausbildung, die nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden soll. Wir werden noch berichten.
Mit insgesamt rund 5.000 Beschäftigten in mehr als 90 mittelständischen Unternehmen, Instituten und Schulen verzeichnet die Region Erzgebirge-Vogtland die größte Dichte an textilen Produktions-, Forschungs- und Bildungskapazitäten in den neuen Bundesländern. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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09.11.2017 15:00 (Wirtschaft)
Bilanz am Ausbildungsmarkt 
(MT) OBERWIESENTHAL: Für die Branche Hotellerie und Gastronomie mit unregelmäßigen Arbeitszeiten ist es oftmals schwierig, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das Ahorn Hotel "Am Fichtelberg" ist ein Ausbildungsbetrieb in der Gastronomie, der neue, Erfolg versprechende Wege bei der Nachwuchsgewinnung einschlägt. Zum 1. September 2017 haben mehrere ausländische Auszubildende ihre Ausbildung im Hotel begonnen.
Die Arbeitsagentur im Erzgebirgskreis nahm das zum Anlass, das Haus in Oberwiesenthal zu nutzen, um ihre Bilanz am Ausbildungsmarkt zu ziehen.
Agenturchef Siegfried Bäumler sagte zur aktuellen Entwicklung: "Analog der Schulentlasszahlen steigt auch die Zahl der Bewerber seit zwei Jahren kontinuierlich an". 1.850 junge Männer und Frauen mit Ausbildungswunsch meldeten sich daher im abgelaufenen Ausbildungsjahr von Oktober 2016 bis September 2017 bei der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz. Das ist ein Plus von 26 gegenüber dem Vorjahr.
Ihnen standen mit 1.854 offenen Ausbildungsplätzen nahezu gleich viele Angebote zur Auswahl offen. Am Ende des Ausbildungsjahres waren 223 Ausbildungsplätze unbesetzt und 35 Jugendliche ohne Lehrstelle.
In gemeinsamen Nachvermittlungsaktionen bemühen sich Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer sowie die Kreishandwerkerschaft Erzgebirge darum, unversorgte Bewerber und unbesetzte Ausbildungsstellen zusammenzubringen.
Vielleicht bietet sich ja eine Ausbildung in der Hotellerie und Gastronomie an. Zu den Übernahmechancen in den Ahorn Hotels sagte Regionaldirektor René Stolle: "Die sind sehr hoch. Die dreijährige Ausbildung ist manchmal sehr hart, so dass die jungen Leute wissen, worauf sie sich einlassen. Wir gehen meistens ein Jahr im Vorfeld auf die Azubis zu, sprechen mit ihnen und bieten ihnen an zu bleiben, ob das im Erzgebirge ist oder in einem unserer anderen Hotels sein wird. Die Quote ist recht hoch."
Und wie sieht es mit den Aufstiegschancen in der Branche aus?
René Stolle: "Gibt es natürlich auch. Wir haben sehr viele Azubis, wo wir jetzt schon merken, dass die an mehr und höheren Aufgaben Interesse haben. Die Möglichkeiten sind groß. Wir haben einige junge Leute, die hier gelernt haben, und jetzt schon Stellvertretender Abteilungsleiter sind und kurz davor sind, Abteilungsleiter zu werden."
Noch ein Tipp der Agentur für Arbeit: Jugendliche, die Unterstützung bei der Aufnahme einer Ausbildung brauchen, wenden sich bitte an die kostenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 00.

Bild: Azubis des Ahorn Hotels "Am Fichtelberg" (Quelle: KJ/Michael Burkhardt)
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09.11.2017 07:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
97 Unternehmen auf einen Blick 
(MT) STOLLBERG/ANNABERG-BUCHHOLZ: Zum vierten und letzten Mal in dieser Saison öffnet die Ausbildungsmesse Erzgebirge ihre Türen - am Samstag (11.11.) von 10 bis 15 Uhr in Stollberg. Mit 97 Ausstellern ist die Dreifeldhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums mehr als gut ausgebucht. Sowohl Schüler aus Oberschulen als auch aus Gymnasien sollten die Gelegenheit nutzen, um sich an diesem Tag über eine berufliche Zukunft im Erzgebirge zu informieren. Unternehmer, Personalverantwortliche und Auszubildende aus unterschiedlichsten Branchen spiegeln die regionale Wirtschaftsstruktur und zeigen Perspektiven in Ausbildung und Job. Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den jungen Leuten, ihren Eltern und den Unternehmensvertretern werden vor allem Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge stehen.
05.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
IHK-Unternehmerabend in Johanngeorgenstadt 
(MT) JOHANNGEORGENSTADT: Die Digitalisierung ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine Chance, sich im Wettbewerb zu behaupten und effektiver zu produzieren. Im nächsten Unternehmerabend der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge am 8. November um 17 Uhr besteht die Gelegenheit, sich zu diesem Thema auszutauschen. Der Gastgeber Jochen Browa, Geschäftsführer der Eisenwerk Wittigsthal GmbH, erläutert die Digitalisierungsstrategie seines Unternehmens.
Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz ergänzt das Thema mit den vielfältigen Unterstützungsangeboten für Unternehmen. Die Palette der Leistungen des Kompetenzzentrums reicht von Informationen über Qualifizierung der Mitarbeiter bis zur praktischen Unterstützung betrieblicher Projekte. Diese Leistungen im Rahmen der BMWI-Förderinitiative "Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse" sind für Unternehmen kostenfrei.
Bei einem anschließenden Betriebsrundgang zeigen Ihnen die Gastgeber das Ergebnis der Entwicklung des 366 Jahre alten Industriestandortes zu einem modernen Industriebetrieb.
Interessenten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter Tel. 03733 1304-4112 bzw. www.chemnitz.ihk24.de, Dok.-Nr. 123103709 wird gebeten. (Bildquelle: KJ-Archiv)
04.11.2017 11:00 (Wirtschaft)
Unternehmen investiert in Stollberg 
(MT) STOLLBERG: Stollberg kann eine weitere Gewerbeansiedlung vermelden. Am 27. Oktober unterzeichneten der Geschäftsführer der pro-beam systems GmbH, Tobias Frenzel, und der Stollberger Oberbürgermeister Marcel Schmidt den notariellen Kaufvertrag zum Erwerb des neuen Unternehmensstandortes im Gewerbegebiet der Großen Kreisstadt.
Beide Partner sind sich einig: Wirtschaft und Kommune ergänzen sich nicht nur sinnvoll, sondern bedürfen sich in einer Zeit knapper werdenden Nachwuchses als wichtigsten Erfolgsfaktors der Unternehmen gegenseitig.
Die pro-beam ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit fünf Fertigungs- bzw. Servicestandorten im In- und Ausland. Sie ist weltweit einer der größten Anbieter im Bereich der Elektronenstrahltechnik. Die pro-beam systems GmbH als Tochterunternehmen in Sachsen ist mit zur Zeit 100 Mitarbeitern am bereits bestehenden Standort in Neukirchen und einem Umsatz ca. 23 Millionen Euro ein internationaler Anbieter von Elektronenstrahl-Anlagentechnik mit den Schwerpunkten Entwicklung, Herstellung und Servitierung von Maschinen und Anlagen.
Für den heutigen Standort in Neukirchen und den geplanten Standort in Stollberg sucht das Unternehmen technisch gut qualifizierte Fachkräfte. Dies betrifft vor allem die Bereiche Montage, Inbetriebnahme und Programmierung, Service und den ingenieurtechnischen Bereich. (Bildquelle: Stadt Stollberg)
03.11.2017 07:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Arbeitslosigkeit sinkt weiter 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Aufgrund des Feiertages zu Allerheiligen in einigen Bundesländern, hat die Arbeitsagentur ihre Oktober-Zahlen erst am zweiten Arbeitstag veröffentlicht. So auch im Erzgebirge.
Agenturchef Siegfried Bäumler (Bild): "Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin positiv. Der Trend der letzten Monate hat sich fortgesetzt. Mit 4,7 Prozent hat der Erzgebirgskreis auch Ende Oktober wieder die niedrigste Arbeitslosenquote in Sachsen. Zum Vergleich: Der Sachsenschnitt liegt bei 6,1 Prozent. Die positive Entwicklung ist so zu erwarten gewesen, weil im Oktober saisonüblich viele Einstellungen stattfinden. Im Erzgebirgskreis stehen die Wintersaison und das Weihnachtsgeschäft bevor. Das gibt einen Schub, der zu Einstellungen führt."
Anders ausgedrückt, die Zahl der Arbeitslosen ist in den letzten vier Wochen nochmals um 270 Personen oder 3,1 Prozent zurückgegangen. Auch zum Vorjahr sind rund 1.600 Menschen weniger arbeitslos.
Unverändert hoch zeigt sich der aktuelle Stellenbestand: 3.238 Arbeitsangebote stehen zur Besetzung bereit, nahezu ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auftragsbücher der meisten Unternehmen sind noch reichlich gefüllt. Wohl auch die der Baubranche.
Siegfried Bäumler: "Für den Bau haben wir keine Anhaltspunkte, dass es Entlassungen in größerem Umfang gibt. Im Gegenteil! Wir haben Signale aus der Bauwirtschaft, dass die Außenarbeiten abgeschlossen werden. Da die Auftragsbücher voll sind, wird über die Wintersaison im Innenbereich gearbeitet. Wenn überhaupt, finden Entlassungen dann wahrscheinlich erst im neuen Jahr statt."
3.238 Arbeitsangebote stehen im Erzgebirgskreis zur Besetzung bereit, nahezu ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Kein Wunder, dass die Betriebe ihre Fachkräfte halten, Auch mit Blick in die Zukunft.
Siegfried Bäumler: "Die führenden Wirtschaftsinstitute sehen auch für 2018 und darüber hinaus derzeit keine Anhaltspunkte, dass es zu einer Eintrübung in der Konjunktur kommt. Deswegen sehen die Betriebe derzeit der Zukunft eher positiv entgegen, was sich positiv dahingehend niederschlägt, dass nach wie vor auch Aufwuchs bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stattfindet."
Im Vergleich der einzelnen Geschäftsstellen stehen Zschopau und Stollberg mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent an der Spitze. 4,1 Prozent lautet das Ergebnis für Marienberg. Schwarzenberg folgt mit 4,8 und Annaberg-Buchholz mit 4,9 Prozent. Die Geschäftsstelle Aue bildet mit 6,0 Prozent - und damit noch unter dem Sachsenschnitt - das Schlusslicht. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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02.11.2017 08:00 (Wirtschaft / Politik)
Willkommen im Erzgebirge 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Mit "Willkommen im Erzgebirge" war die dritte Fachkräftetagung überschrieben, die am 26. Oktober in Annaberg-Buchholz stattfand. Die durch den Chor des Evangelischen Gymnasiums Erzgebirge in englisch dargebotene Stücke, darunter "All in love is fair" von Stevie Wonder, sorgten für den weltläufigen Auftakt.
Mit Blick auf die 100 Teilnehmer in der Mauersberger Aula bemerkte Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, nach dem musikalischen Einstieg in die Veranstaltung: "Es haben sich viele Unternehmer, aber auch Bürgermeister zur Fachkräftetagung angemeldet. Das ist eine Wirtschafts- und Kommunalallianz, wie wir sie uns wünschen." Anschließend erinnert der Stellvertretende Landrat des Erzgebirgskreises, Dr. Steffen Laub, daran, das dieser dritten Fachkräftetagung zwei ähnliche Treffen im Jahr 2014 vorausgingen, um den drohenden Fachkräftemangel abwenden zu können. Seinerzeit wurde ein entsprechendes Netzwerk gegründet.
Zu Beginn der 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" wünschte sich Dr. Steffen Laub weitere positive Impulse und dankte dem Team der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und des Regionalmanagements Erzgebirge für die Organisation dieser Veranstaltung, die unter Schirmherrschaft von Martin Dulig, dem Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stand.
Stefan Brangs, Staatssekretär in diesem Ministerium, betonte, dass aus seiner Sicht viele engagierte Leute in der Region Erzgebirge am Werk sind, mit dem Ziel, etwas verändern zu wollen. Brangs sagte in seinem Grußwort: "Schulische Bildung, Digitalisierung und Zuwanderung - Fachkräftesicherung durchdringt viele gesellschaftliche Themenbereiche." Jede Region Sachsens hätte trotzdem ihre Besonderheiten und so seien regionale Imagekampagnen wie im Erzgebirge zu begrüßen. So bezeichnete er das Botschafter-Marketing als "gute Sache".
Die Imagekampagne kann mit drei neuen Motiven aufwarten. Zur Fachkräftetagung wurden sie gezeigt.
Hauptreferent der 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" war Prof. Michael Behr (Bild). Dieser ist Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und Honorarprofessor an der Westsächsischen Hochschule Zwickau.
Der Soziologieprofessor und Arbeitsmarktexperte vertrat in Annaberg Buchholz die These "Ostdeutschland wird das Land der schnellen Karrieren". Die aktuelle Arbeitslosenquote im Erzgebirgskreis von 4,8 Prozent sei ein Indiz dafür, dass die leistungs- und wettbewerbsfähige Wirtschaft in der Region floriert. Perspektivisch gelte es in den Unternehmen zahlreiche Stellen mit Fachkräften zu besetzen, die nicht allein durch vorhandene Ressourcen abgedeckt werden.
Behr betonte in seinem erfrischend vorgetragenen Impulsreferat: "Die Weichen im Erzgebirge können positiv gestellt werden, wenn es gelingt durch Rück- und Zuwanderung den demografischen Teufelskreis zu durchtrennen, wenn Arbeitgeber attraktiver werden und eine ehrliche Kultur der Integration etabliert wird."
Dem Referat schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Dabei wurde deutlich, dass viele Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung neue Wege gehen. Alexander Carl Personalmanager Wohn- und Pflegezentrum Annaberg gGmbH bekundete, dass eine fachlich fundierte Ausbildung die Basis jeglicher Fachkräftesicherung bildet. "Dafür fangen wir frühzeitig an und werben schon in jüngeren Schulklassen beispielsweise durch Patenschaften für den Pflegeberuf", so Alexander Carl bei der Podiumsdiskussion.
Sich zusätzlich sozial zu engagieren und Leben nicht nur aufs Arbeiten zu reduzieren, ist seit langem eine Prämisse von Tabea Schäfer, Geschäftsführerin der Bahner & Schäfer GmbH aus Oelsnitz. Außerdem sprach sie im Podium ein Thema an, das vielen Unternehmern unter den Nägeln brennt: die Bedeutung der Digitalisierung für die Fachkräftesicherung. Aktuell liegt eine Breitbandverfügbarkeit von 100 Mbit/s im Erzgebirgskreis bei lediglich 32 Prozent.
Mit dem Abholen, Aufnehmen und Integrieren ausländischer Fachkräfte beschäftigte sich der zweite Teil der Fachkräftetagung. Um den Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren decken zu können, wird das Thema Zuwanderung mehr denn je in der Region eine Rolle spielen. Falk Höhn, Director Human Resources von der TURCK Beierfeld GmbH, reflektierte in seinem Bericht, vor welchen Aufgaben das Unternehmen bei der Integration eines ungarischen Mitarbeiters stand und wie die Firma von der Internationalität profitierte. Weitere Referenten im zweiten Teil waren Lisa Wagner von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Arbeitsagentur und WFE-Geschäftsführer Matthias Lißke. Der führte unter anderem aus, dass die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH im Sommer 2016 ihr Dienstleistungsportfolio um ein sogenanntes Welcome Center Erzgebirge erweitert hat, um den Prozess des Aufnehmens ausländischer Fachkräfte zu vereinfachen. Von der Fachkräfterichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für drei Jahre "anschubfinanziert", versteht sich das Center als Anlaufstelle für erzgebirgische Unternehmen und Zuwanderer aus dem In- und Ausland, die in der Region arbeiten und leben möchten.
Vor dem Hintergrund, dass gut ausgebildete Fachkräfte in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt immer wichtiger werden, bot 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" den Teilnehmern Inspiration und Motivation, neue Wege zu beschreiten. (Bildquelle: KJ/Mario Rusznyak)
24.10.2017 15:00 (Wirtschaft)
Pilotanlage bearbeitet Gestein aus Pöhla 
(MT) PÖHLA/MITTWEIDA: Das Bergbauprojekt der Saxony Minerals And Exploration AG zum Abbau von Wolfram, Zinn und Flussspat in Pöhla geht in die erste Phase. Während oberhalb von Pöhla, unweit der alten Zinnstollen derzeit ein Erkundungsschacht vorangetrieben wird, kommen im Gewerbegebiet Mittweida-West bei Lauenhain momentan die Anlagenteile für die Gesteinsaufbereitung an. Bei der Anlage, die im Gewerbegebiet West aufgebaut werden soll, handelt es sich um eine Pilotanlage für die künftige Aufbereitungsanlage in Pöhla. Die Arbeit aufnehmen soll sie, so die Planung, im Dezember.
"Die Pilotanlage besteht aus einer Vorbrecheranlage, einer Kugelmühle, Siebmaschinen, mehreren Flotationszellen, Eindickern, einer Trocknungsanlage sowie einem Analyselabor", berichtet Matthias Finder, Projektmanager der SME AG. Zunächst werden in den ersten Wochen zehn LKW-Ladungen Gestein aus Pöhla angeliefert, anschließend aufbereitet und dann untersucht. "In Mittweida geht es uns erst einmal nur um die Erze Wolfram und Flussspat", berichtet Dr. Martin Welke, Chefchemiker der SME AG vor Ort. "Wir untersuchen dabei, mit welchem Verfahren sich Erze am besten aus dem geförderten Gestein herauslösen lassen."
Das angelieferte Gestein wird zunächst mit einem Backenbrecher in Stücke gebrochen und mittels einer Siebmaschine "klassiert". Anschließend wird es in einer Kugelmühle zu Gesteinskörnern mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter vermahlen. "Nach einer Schwerkrafttrennung mittels Spiralabscheider und Vibrationstischen gelangen die abgetrennten Bestandteile in die Flotationszellen zur weiteren Aufkonzentration", so Dr. Welke. "Im Anschluss kommen Eindicker sowie eine Trocknungsanlage zum Einsatz." Die dabei anfallenden Prozesswässer werden in vorhandenen Stapelbehältern gesammelt, regelmäßig analysiert, gereinigt und erneut in die Pilotanlage eingespeist. "Damit ist unser Wasserverbrauch äußerst gering", berichtet der Chemiker. Am Ende landet das gewonnene Wolfram- und Flussspatkonzentrat in Lagerboxen.
Die im Aufbereitungsprozess anfallenden Reststoffe werden von einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb übernommen. Parallel dazu prüft die SME AG die Eignung der Reststoffe für einen möglichen Einsatz in Pöhla bei der Schachtstabilisierung und im Bergversatz. "Mit der Mittweidaer Pilotanlage tritt die Wiederaufnahme des Bergbaus in Pöhla in die entscheidende Phase", so Projektmanager Finder. "Wir sind davon überzeugt, dass alles nach Plan läuft." (Grafik: SME AG)
23.10.2017 15:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Tourismuszahlen steigen im Freistaat 
(MT) DRESDEN: Sachsens Touristiker freuen sich, denn die Bilanz der ersten acht Monate dieses Jahres ist positiv. Von Januar bis August 2017 buchten 5,1 Millionen Gäste im Freistaat 12,8 Millionen Übernachtungen. Damit konnte sowohl bei der Gästeanzahl (+ 5,4 %) als auch bei den Übernachtungen (+3,8 %) ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Damit liegt der Freistaat bei den Übernachtungen über den deutschlandweiten Zahlen, hier gab es 3 Prozent Zuwachs.
Vom Interesse der Urlauber an Sachsen profitierten durchweg alle Regionen. Bis zum Jahresende hofft der Landestourismusverband Sachsen, dass die Marke der 19 Millionen Übernachtungen erreicht wird. Das entspräche einem Zuwachs von zwei Prozent. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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