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Nachrichten aus dem Erzgebirge - Bereich Wirtschaft

    
21.11.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Porsche übergibt acht Exmoor-Ponys 
(MT) GRÜNSTÄDTEL: Pferdestärken für einen guten Zweck: Porsche Leipzig hat acht Exmoor-Ponys aus eigenem Bestand an zwei gemeinnützige Vereine in Sachsen und Thüringen gespendet. Der PSV Grünstädtel erhielt im Beisein von Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer zwei Tiere für Reit- und Therapieangebote.
Jens Vötzsch wurde es bei der Übergabe der Ponys am 17. November trotz nass-kaltem Wetters warm ums Herz. Als Mitglied im Grünstädtler Pferdesportverein hat er das Ganze ins Laufen gebracht.
Jens Vötzsch: "Ich habe den Beitrag im Fernsehen gesehen und dann unseren Vorsitzenden gefragt, was er von neuen Ponys hält. Dann haben wir ein Schreiben für Porsche Leipzig aufgesetzt und wurden dann glücklicherweise ausgewählt zum Erhalt für die Exmoor-Ponys."
Unterstützt wird das Engagement vom Porsche Werkzeugbau, der vor Ort eine dreijährige Patenschaft für die Ponys übernimmt. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit den Porsche-Kollegen in Schwarzenberg Gutes zu tun", sagt Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.
Exmoor-Ponys stammen ursprünglich aus dem Südwesten Englands. Die Rasse gilt als kinderlieb, nervenstark und robust. Seit 2002 leben rund 30 Wildpferde artgerecht in einem weitgehend naturbelassenen Biotop, nur wenige hundert Meter von den Produktionshallen entfernt. Um den Bestand bei Porsche Leipzig konstant zu halten, werden die Ponys regelmäßig an ausgewählte gemeinnützige Organisationen übergeben. Zum Glück für den PSV Grünstädtel!
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel, Vorsitzender des PSV Grünstädtel: "Für uns wird das eine ganz neue Erfahrung werden, mit solchen Pferden umzugehen, weil das Pferde sind, die bisher noch keine Ausbildung genossen haben. Es sind Wildpferde. Unser Anspruch ist, die zwei Exmoor-Ponys in drei Jahren vom Wildpferd zum Reit- und Therapiepferd auszubilden. Als Therapiepferd wollen wir sie letztendlich Leuten zugänglich machen, die entsprechende Hilfen brauchen, die körperliche und geistige Behinderungen haben."
Die Übergabe der Tiere soll der Auftakt für eine nachhaltige Zusammenarbeit sein.
Carlo Modesto, Geschäftsführer Porsche Werkzeugbau Schwarzenberg: "Für uns als Porsche Werkzeugbau in Schwarzenberg ist es auch ein Anliegen etwas ein Stück weit an die Region zurückzugeben. Wir haben umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen hier am Standort. Die kurzen Wege hinsichtlich Genehmigungsverfahren und so weiter ist für uns ein Riesenvorteil hier am Standort. Wir haben außerdem ein großes Interesse daran, uns kulturell und sozial zu engagieren. Und das auch hier lokal in der Region. Wir hatten das große Glück, dass wir über unsere Kollegen von Porsche Leipzig die zwei Pferde zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wir haben uns dazu bereit erklärt, dem örtlichen Reitverein die Pferde zu sponsern, sowie deren Unterhalt und die Umschulung zu Therapiepferden. Es ist eine schöne Sache, zu sehen, wie die Pferde eingesetzt werden bei behinderten Kindern."
Der PSV Grünstädtel hofft mit den beiden neuen Exmoor-Ponys noch mehr auf viele neugierige Besucher und Interessenten am Reitsport.
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel: "Die Reitanlage ist jeden Tag zu besuchen. Es gibt Ansprechpartner hier auf der Reitanlage. Wer Termine zum Reiten ausmachen möchte, kann jederzeit vorsprechen. Wer die Neuzugänge anschauen will, der sollte der Ausschilderung folgen. Man kann rangehen, nur bitte nicht füttern! Jeder der Interesse zeigt, soll auf die Reitanlage kommen. Je mehr Interessierte, desto bunter wird auch das Leben hier auf der Anlage."
Wir dürfen gespannt sein, wie die Ausbildung der Wildpferde für den Einsatz als Reit- und Therapietiere beim PSV Grünstädtel verläuft. In drei Jahren werden wir wieder vorbeischauen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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21.11.2017 09:00 (Wirtschaft / Sport)
Integrationspreis für Wätas 
(MT) DRESDEN/OLBERNHAU: Der FCE Brustsponsor, die Wätas Wärmetauscher GmbH, wurde von Sachsens Integrations- und Gleichstellungsministerin Petra Köpping und dem Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth mit dem "Sächsischen Integrationspreis" ausgezeichnet.
Unter dem Motto "Integration gestalten. Zusammen gewinnen." hatten sich über 70 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen um den Preis beworben. Wie der Wochenspiegel Erzgebirge berichtet, ist der FCE-Sponsor einer von drei Preisträgern. (Bildquelle: WEV/Anja Schneider)
18.11.2017 12:00 (Wirtschaft)
An der Annaberger Riviera wohnen 
(SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ: Was wie ein Blick in die schmalen Gassen einer italienischen Kleinstadt wirkt, ist in Wirklichkeit das Münzviertel, die Johannisgasse der Erzgebirgshauptstadt. Romantisch gelegen findet zur Zeit das größte innerstädtische Wohnungsbauvorhaben im Landkreis seinen Abschluss. Noch wird in den Außenbereichen kräftig gebaut, im Inneren des denkmalgerecht sanierten Gründerzeitgebäudes ist schon Leben eingezogen. In Betrieb genommen wurde es am 10. November von der gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH, kurz WPA, und Gästen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Björn Buchold, Geschäftsführer der WPA: "Es ist schön das wir heute in der Johannisgasse 7 stehen im Münzviertel der Stadt Annaberg-Buchholz und wir feierlich unser Betreutes Wohnen für 17 Einzelappartements und natürlich unsere Tagespflege in der Johannisgasse 9 eröffnen können. Somit hat dieses Quartier und die Altstadt von ANA wieder ein Juwel bekommen.
Bis zu 22 Quadratmeter Wohnraum hat so ein Einzelappartement. Alle haben gemein eine traumhafte Aussicht und eine sonnige Lage. Genau das Richtige für ältere Menschen, die allein leben und vielleicht die eine oder andere Unterstützung brauchen. Allein sein muss aber niemand. Auf jeder Etage sind moderne Wohn- und Essbereiche zu finden, die geradezu einladen, sich zu unterhalten, gemeinsam zu speisen, sich zu beschäftigen. Wenn man will, natürlich.
Carola Lorenz, Leiterin des ambulanten Pflegedienstes: "Das Wohnen im Münzviertel bedeutet, dass hier in zwei Etagen Menschen mit einem Pflegebedarf einziehen können. Im Haus 9 ist eine Tagespflege integriert und alle Mieter haben die Möglichkeit, auch die Tagespflege zu besuchen."
Auch das, natürlich, ganz nach eigenem Ermessen. Die Etagen sind mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar und mit einem zusätzlichen Wellnessbad wird Richtung Wohlbefinden und Entspannung noch einmal eins draufgesetzt. WPA-Geschäftsführer Björn Buchhold betont, es sei eben kein klassisches Pflegeheim. Es soll eine Alternative sein - mit Synergieeffekten bei Betreuung und Pflege und einer Versorgungsqualität, die bei einzelnen, im Stadtgebiet verteilten Wohnungen, gar nicht möglich wäre. Anders gesagt: So viel Sebständigkeit wie möglich und schnelle Hilfe, wenn sie notwendig ist.
Mit der Investition einer Firma an der Johannisgasse entstehen insgesamt 50 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten. Neubauten und die Sanierung von Altbauten werten das historische Münzviertel deutlich auf und beleben die Annaberger Altstadt. Ergänzend dazu entstehen gerade auch eine Tiefgarage, Einzelgaragen und Carports. Und der Blick ähnelt nach wie vor wie eine Gasse einer italienischen Kleinstadt. Es ist eben die "Annaberger Riviera". So nennt man das Münzviertel hier schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.
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17.11.2017 12:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Erzgebirgische Kunsthandwerk bekannt 
(MT) LEIPZIG/OLBERNHAU: Fast zwei von drei Deutschen kennen das Erzgebirgische Kunsthandwerk. Das teilte der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller anlässlich der Ausstellung "25 Jahre Cadeaux - 25 Jahre Erzgebirgisches Kunsthandwerk auf der Cadeaux" in der Leipziger Messe mit.
60,7 Prozent der Deutschen kennen das Erzgebirgische Kunsthandwerk. Bei den über 55-Jährigen liegt die Bekanntheit mit fast 80 Prozent höher als bei unter 35-Jährigen mit 31,1 Prozent. Das Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge ist bei Frauen (64,1%) bekannter als bei Männern (58,4 %). Erwartungsgemäß ist die Bekanntheit
in Sachsen und Thüringen mit fast 90 Prozent am größten, während sie mit rund 51 Prozent in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg am geringsten ist.
Die Zahlen sind Ergebnis einer im September 2017 deutschlandweit vom Verband über das Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführten repräsentativen Befragung.
17.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
Textilausbildung in Plauen konzentrieren 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Bei einem Branchentag der Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland gehörte am 8. November in Annaberg-Buchholz die Berufsausbildung zu den Schwerpunktthemen des Treffens. Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil. Und Bekleidungsindustrie machte neue Pläne diesbezüglich öffentlich. Die Berufsausbildung soll nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden.
Dr. Peter Werkstätter (Bild), vti-Geschäftsführer: "Das Hauptproblem ist, dass die bestehenden Kapazitäten relativ zersplittert sind. Es gibt sehr viele Standorte, die nicht alle den neuen Bedingungen unserer Industrie entsprechen. Die klassische Textilausbildung ist heute nicht mehr das Einzige, weil auch angrenzende Industriebereiche hineinspielen. Daher müssen Inhalte in der Lehrausbildung verändert werden. Das kann man nur in einem Kompetenzzentrum leisten, wie wir das in Südwestsachsen in Plauen vorhaben."
In der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie haben in diesem Jahr 245 junge Menschen eine gewerbliche Berufsausbildung begonnen. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten nicht alle Lehrstellen besetzt.
Der vti hat mit Blick auf zeitgenäße Ausbildungsbedingungen den zuständigen Ministerien und Behörden empfohlen, die textile Aus- und Weiterbildung der neuen Bundesländer in Plauen zu konzentrieren. Ähnliche Wege gehe man in Textilregionen in Bayern-Franken sowie in Nordrhein-Westfalen, wo in diesem Sinne bereits Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe auf den Weg gebracht worden seien. Warum sieht der vti in Plauen den richtigen Ort für das Kompetenzzentrum in Sachen Ausbildung?
Dr. Peter Werkstätter: "Es existieren schon maßgebliche Elemente. Wir haben ein sehr leistungsfähiges Berufsschulzentrum in Plauen, wir haben die Fördergesellschaft für berufliche Bildung in Plauen, wir haben eine Berufsakademie in Plauen, wir haben in unmittelbarer Nähe die Westsächsische Hochschule in Zwickau mit der Verbundausbildung zum Master in Chemnitz. Das sind ideale Voraussetzungen. Diese Elemente muss man jetzt zusammenfügen und sicherlich auch um einige Elemente ergänzen."
Und noch etwas spricht für Plauen: In den neuen Bundesländern befinden sich derzeit insgesamt mehr als 1.000 Jugendliche in einer textilen Berufsausbildung. Die überwiegende Mehrheit davon lernt in Sachsen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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16.11.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Geld fürs Energiesparen 
(MT) CHEMNITZ/ERZGEBIRGE: enviaM und MITGAS unterstützen mit dem "Fonds Energieeffizienz Kommunen" seit zehn Jahren Städte und Gemeinden beim Energiesparen. In diesem Jahr stellen die Unternehmen rund 337.000 Euro bereit. Davon erhalten im Erzgebirgskreis 15 Kommunen eine finanzielle Unterstützung von insgesamt rund 36.800 Euro für das Energiesparen.
Unter anderem erhalten Burkhardtsdorf, Ehrenfriedersdorf, Geyer oder Zschorlau Geld für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Gemeinde Gelenau bekommt 3.000 Euro für die Erstellung eines Konzeptes zur energetischen Sanierung der seit 1995 in Betrieb befindlichen Luftwärmepumpenanlage im Freibad. Die Stadt Zwönitz erhält 3.200 Euro für die Umrüstung der Weihnachtsbeleuchtung auf Energiesparlampen im Stadtzentrum.
15.11.2017 14:30 (Wirtschaft)
Streik beim DRK in Stollberg 
(SvS) STOLLBERG: Im Stollberger Bereich war es am Mittwoch (16.11.) schwierig, die Krankentransporte zu organisieren. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes Stollberg zum Streik aufgerufen. Mitarbeiter, die an diesem Tag im Krankentransport eingeteilt waren, sollten für ihre Rechte auf die Straße gehen. Sie fordern die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu einem Anwendungstarifvertrag auf den DRK-Reformtarifvertrag bis zum Abschluss.
Laut ver.di arbeiten die Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes Stollberg für bis zu 500 Euro weniger als ihre Kollegen in den Kreisverbänden Chemnitz und Aue-Schwarzenberg oder in anderen Bundesländern. In den vor einem Jahr begonnenen Gesprächen sei man nicht weitergekommen, heißt es von der Gewerkschaft. Die Geschäftsführung des Kreisverbandes Stollberg habe sie trotz Vereinbarung nicht fortgeführt und stelle sich tot. Das sei unanständig, kritisiert Gewerkschaftssprecher André Urmann. Verträge wurden nur für einzelne Mitarbeiter geändert, nicht aber grundlegend als Tarifvertrag für alle. Dadurch habe man viele gute Kräfte bereits an andere Rettungsdienste verloren.
Hintergrund sei der enorme Kostendruck. Dienstleistungen des Krankentransportes müssen in Sachsen noch immer europaweit ausgeschrieben werden. Zwar ist die Europäische Vergaberichtlinie 2015 geändert worden und für Rettungsdienst und Krankentransport kann eine sogenannte Bereichsausnahme gelten, doch der Freistaat hält sich daran nicht. Die Staatsregierung hat die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht geschaffen und steht damit in Deutschland so ziemlich allein da.
Über Ergebnisse und Auswirkungen des Warnstreiks wurde noch nichts bekannt. Urmann hält Arbeitskampfmaßnahmen bis in die Weihnachtszeit hinein für wahrscheinlich. Vereinzelt wurden aber vom DRK auch im Streikgebiet trotzdem Krankentransporte durchgeführt. (Quelle: privat)
15.11.2017 10:00 (Wirtschaft)
Plattform für Nachwuchskräfte 
(MT) ZWICKAU: Namhafte Firmen aus dem Erzgebirge wie Meleghy Bernsbach, die AWEBA Werkzeugbau GmbH Aue, die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, die IAV GmbH, die KSG Leiterplatten GmbH, die Porsche Werkzeugbau GmbH oder die TURCK Beierfeld GmbH waren am 9. November auf einer Messe in Zwickau, der Firmenkontaktmesse ZWIK, vertreten. Der Veranstalter Wirtschafts- und Industriekontakte WIK versteht sich als Plattform, die akademische Nachwuchskräfte der mitteldeutschen Hochschulen mit Arbeitgebern zusammenbringt. Ziel der Unternehmen ist es, sich den Fach- und Führungskräften von morgen als Arbeitgeber vorzustellen und somit Potential an die heimatliche Region zu binden.
Neben jährlichen Firmenkontaktmessen rundet das online Karriere- und Stellenportal www.WIKWAY.de das Angebot von Deutschlands drittgrößter Kontakt- und Rekrutierungsplattform für akademische Nachwuchskräfte ab. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
14.11.2017 08:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Abschluss bei Ausbildungsmessen 
(MT) STOLLBERG: Die Dreifeldhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg war am vergangenen Sonnabend die vierte und damit letzte Station der Ausbildungsmesse Erzgebirge. Wie zuvor in Annaberg-Buchholz, Aue und Marienberg konnten sich Schüler auch hier über Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge informieren. Allein in Stollberg standen Vertreter von fast 100 Firmen Rede und Antwort.
Die Top 3 der Wunschberufe im Erzgebirgskreis waren dieses Jahr laut einer aktuellen Veröffentlichung der Arbeitsagentur bei den Jungs der Kfz-Mechatroniker, der Zerspanungsmechaniker und der Mechatroniker und bei den Mädchen die Verkäuferin, die Kauffrau Büromanagement und die Kauffrau im Einzelhandel. Das ergibt ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen zwei Jahren
Die meisten der Ausbildungsstellen wurden mit 121 Stellen zum Zerspanungsmechaniker, mit 71 Stellen zum Werkzeugmechaniker, mit 67 Stellen zu Einzelhandelskaufleuten und mit 64 Stellen zum Verkäufer gemeldet. (Bildquelle: KJ/Mario Rusznyak)
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14.11.2017 06:00 (Wirtschaft / Politik)
DGB: Bildungsoffensive wird Schwerpunkt 
(MT) RITTERSGRÜN: Der DGB-Kreisvorstand hat sich am vergangenen Wochenende zu seiner Jahresklausur im Landhotel Rittersgrün getroffen. Zur Problematik Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung im Erzgebirgskreis wurde hervorgehoben, dass die Anhebung der Löhne für gute Arbeit eine der wichtigsten Voraussetzung für die Gewinnung von zusätzlichen Arbeitskräften ist.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im kommenden Jahr soll für die Gewerkschafter die Situation im Bildungsbereich im Erzgebirge sein. Der DGB sieht die Gefahr, dass sich der seit Jahren immer stärker abzeichnende Personalmangel an den Schulen, eine der größten Gefahren für unsere Fachkräfte von morgen wird. Es wurde beschlossen, dass das alljährlich auf dem Markt von Annaberg-Buchholz stattfindende Familienfest unter das Thema Bildung gestellt wird und sich alle Einzelgewerkschaften der Region daran beteiligen werden. (Bildquelle: DGB)
10.11.2017 10:00 (Wirtschaft / Politik)
Wirtschaftsminister Dulig bei Normteile Lindner 
(MT) EHRENFRIEDERSDORF: Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig besucht in loser Folge die fünf 2017 Nominierten im Wettbewerb "Sachsens Unternehmer des Jahres". Als erstem der fünf ausgewählten Unternehmen erwies Martin Dulig am 8. November der Normteile Lindner GmbH in Ehrenfriedersdorf seine Referenz.
Das Unternehmen ist seit 1990 ein Begriff für Präzision und effektive Kundenlösungen, wenn es um Zeichnungsteile und Spezialelemente aus verschiedenen Metallen, hochwertigen Edelmetallen und Kunststoffen geht. Der Spezialist für das Drehen, Fräsen, Schleifen und Montieren von Bauteilen, in möglichst wenigen Arbeitsgängen, bietet Lösungen für Präzisionsteile. Das Familienunternehmen steht aber auch für eine Vielzahl von Mitarbeiterleistungen und die Übernahme einer gesellschaftlichen Verantwortung, die wohl die Wenigsten bei einem erzgebirgischen Mittelständler vermuten.
Das Unternehmen beschäftigt Personen mit Handicap. Mitarbeiter werden selbst ausgebildet, aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden und durch Gewinnausschüttungen, Halb- und Jahresprämien am Erfolg beteiligt. Normteile Lindner vergibt jährlich mitarbeitergebundene Spendenbudgets zur Unterstützung sozialer Zwecke und fördert außerdem 20 soziale Projekte pro Jahr.
Überzeugen konnte der erzgebirgische Betrieb die Jury des Unternehmerpreises letztlich vor allem durch seinen langfristig vorbereiteten und erfolgreich durchgeführten Generationswechsel. Dabei hat das Unternehmen in den vergangenen 10 Jahren schon zweimal einen Nachfolgeprozess durchlebt. War der erste in 2007 nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers Johannes Lindner noch überraschend, so nutzte die Familie die folgenden Jahre, um die Übergabe des Unternehmens von der Ehefrau Karla Lindner an zwei ihrer Kinder gründlich vorzubereiten.
Den jetzigen Ministerbesuch empfanden die beiden Geschäftsführer Anett und Jens Lindner als eine große Ehre, sowohl für das Unternehmen als auch für das Erzgebirge."Wir verstehen unsere Mitarbeiter als Teil der Familie, auch wenn das in den Anfangsjahren einfacher war als heute mit 70 Familienmitgliedern", so Jens Lindner (Bild).
"Sachsens Unternehmer des Jahres" ist eine Initiative mehrerer Partner aus dem Medien- und Wirtschaftsbereich. Ziel ist die öffentliche Anerkennung der Innovationskraft, der Risikobereitschaft und des Engagements mittelständischer Unternehmer. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
09.11.2017 16:00 (Wirtschaft)
Textil- und Bekleidungsindustrie mit Wachstum 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Die Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland entwickelt sich weiterhin dynamisch. Das war die Kernaussage bei einem Branchentag am Mittwoch (08.11.) im Gründer- und Dienstleistungszentrum in Annaberg-Buchholz. Dr.-Ing. Jenz Otto, seit 1. Juli 2017 als Nachfolger von Bertram Höfer Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. Zeigt sich optimistisch: "Die Textilbranche hat eine große Historie in Sachsen und Thüringen. Sie hat sich nach den Jahren des Wiederaufbaus zu einer selbsttragenden Branche entwickelt. In diesem Jahr können wir ein Wachstum von 3,2 Prozent nachweisen. Das ist ein Umsatzwachstum, das stolz macht. Wir hoffen, diesen Schritt dann auch bis zum Jahresende durchzuhalten. Man sieht aber, das eine leistungsfähige Stufe in der Branche erreicht ist."
Die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsbranche hat sich damit im laufenden Jahr deutlich dynamischer als die Branche in den alten Bundesländern entwickelt. Dem Wachstum hier von 3,2 Prozent steht ein Wert von 0,7 Prozent für das gesamte Deutschland gegenüber.
Zu den Schwerpunktthemen des Treffens gehörte die textile Berufsausbildung, die nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden soll. Wir werden noch berichten.
Mit insgesamt rund 5.000 Beschäftigten in mehr als 90 mittelständischen Unternehmen, Instituten und Schulen verzeichnet die Region Erzgebirge-Vogtland die größte Dichte an textilen Produktions-, Forschungs- und Bildungskapazitäten in den neuen Bundesländern. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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09.11.2017 15:00 (Wirtschaft)
Bilanz am Ausbildungsmarkt 
(MT) OBERWIESENTHAL: Für die Branche Hotellerie und Gastronomie mit unregelmäßigen Arbeitszeiten ist es oftmals schwierig, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das Ahorn Hotel "Am Fichtelberg" ist ein Ausbildungsbetrieb in der Gastronomie, der neue, Erfolg versprechende Wege bei der Nachwuchsgewinnung einschlägt. Zum 1. September 2017 haben mehrere ausländische Auszubildende ihre Ausbildung im Hotel begonnen.
Die Arbeitsagentur im Erzgebirgskreis nahm das zum Anlass, das Haus in Oberwiesenthal zu nutzen, um ihre Bilanz am Ausbildungsmarkt zu ziehen.
Agenturchef Siegfried Bäumler sagte zur aktuellen Entwicklung: "Analog der Schulentlasszahlen steigt auch die Zahl der Bewerber seit zwei Jahren kontinuierlich an". 1.850 junge Männer und Frauen mit Ausbildungswunsch meldeten sich daher im abgelaufenen Ausbildungsjahr von Oktober 2016 bis September 2017 bei der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz. Das ist ein Plus von 26 gegenüber dem Vorjahr.
Ihnen standen mit 1.854 offenen Ausbildungsplätzen nahezu gleich viele Angebote zur Auswahl offen. Am Ende des Ausbildungsjahres waren 223 Ausbildungsplätze unbesetzt und 35 Jugendliche ohne Lehrstelle.
In gemeinsamen Nachvermittlungsaktionen bemühen sich Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer sowie die Kreishandwerkerschaft Erzgebirge darum, unversorgte Bewerber und unbesetzte Ausbildungsstellen zusammenzubringen.
Vielleicht bietet sich ja eine Ausbildung in der Hotellerie und Gastronomie an. Zu den Übernahmechancen in den Ahorn Hotels sagte Regionaldirektor René Stolle: "Die sind sehr hoch. Die dreijährige Ausbildung ist manchmal sehr hart, so dass die jungen Leute wissen, worauf sie sich einlassen. Wir gehen meistens ein Jahr im Vorfeld auf die Azubis zu, sprechen mit ihnen und bieten ihnen an zu bleiben, ob das im Erzgebirge ist oder in einem unserer anderen Hotels sein wird. Die Quote ist recht hoch."
Und wie sieht es mit den Aufstiegschancen in der Branche aus?
René Stolle: "Gibt es natürlich auch. Wir haben sehr viele Azubis, wo wir jetzt schon merken, dass die an mehr und höheren Aufgaben Interesse haben. Die Möglichkeiten sind groß. Wir haben einige junge Leute, die hier gelernt haben, und jetzt schon Stellvertretender Abteilungsleiter sind und kurz davor sind, Abteilungsleiter zu werden."
Noch ein Tipp der Agentur für Arbeit: Jugendliche, die Unterstützung bei der Aufnahme einer Ausbildung brauchen, wenden sich bitte an die kostenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 00.

Bild: Azubis des Ahorn Hotels "Am Fichtelberg" (Quelle: KJ/Michael Burkhardt)
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09.11.2017 07:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
97 Unternehmen auf einen Blick 
(MT) STOLLBERG/ANNABERG-BUCHHOLZ: Zum vierten und letzten Mal in dieser Saison öffnet die Ausbildungsmesse Erzgebirge ihre Türen - am Samstag (11.11.) von 10 bis 15 Uhr in Stollberg. Mit 97 Ausstellern ist die Dreifeldhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums mehr als gut ausgebucht. Sowohl Schüler aus Oberschulen als auch aus Gymnasien sollten die Gelegenheit nutzen, um sich an diesem Tag über eine berufliche Zukunft im Erzgebirge zu informieren. Unternehmer, Personalverantwortliche und Auszubildende aus unterschiedlichsten Branchen spiegeln die regionale Wirtschaftsstruktur und zeigen Perspektiven in Ausbildung und Job. Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den jungen Leuten, ihren Eltern und den Unternehmensvertretern werden vor allem Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge stehen.
05.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
IHK-Unternehmerabend in Johanngeorgenstadt 
(MT) JOHANNGEORGENSTADT: Die Digitalisierung ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine Chance, sich im Wettbewerb zu behaupten und effektiver zu produzieren. Im nächsten Unternehmerabend der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge am 8. November um 17 Uhr besteht die Gelegenheit, sich zu diesem Thema auszutauschen. Der Gastgeber Jochen Browa, Geschäftsführer der Eisenwerk Wittigsthal GmbH, erläutert die Digitalisierungsstrategie seines Unternehmens.
Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz ergänzt das Thema mit den vielfältigen Unterstützungsangeboten für Unternehmen. Die Palette der Leistungen des Kompetenzzentrums reicht von Informationen über Qualifizierung der Mitarbeiter bis zur praktischen Unterstützung betrieblicher Projekte. Diese Leistungen im Rahmen der BMWI-Förderinitiative "Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse" sind für Unternehmen kostenfrei.
Bei einem anschließenden Betriebsrundgang zeigen Ihnen die Gastgeber das Ergebnis der Entwicklung des 366 Jahre alten Industriestandortes zu einem modernen Industriebetrieb.
Interessenten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter Tel. 03733 1304-4112 bzw. www.chemnitz.ihk24.de, Dok.-Nr. 123103709 wird gebeten. (Bildquelle: KJ-Archiv)
04.11.2017 11:00 (Wirtschaft)
Unternehmen investiert in Stollberg 
(MT) STOLLBERG: Stollberg kann eine weitere Gewerbeansiedlung vermelden. Am 27. Oktober unterzeichneten der Geschäftsführer der pro-beam systems GmbH, Tobias Frenzel, und der Stollberger Oberbürgermeister Marcel Schmidt den notariellen Kaufvertrag zum Erwerb des neuen Unternehmensstandortes im Gewerbegebiet der Großen Kreisstadt.
Beide Partner sind sich einig: Wirtschaft und Kommune ergänzen sich nicht nur sinnvoll, sondern bedürfen sich in einer Zeit knapper werdenden Nachwuchses als wichtigsten Erfolgsfaktors der Unternehmen gegenseitig.
Die pro-beam ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit fünf Fertigungs- bzw. Servicestandorten im In- und Ausland. Sie ist weltweit einer der größten Anbieter im Bereich der Elektronenstrahltechnik. Die pro-beam systems GmbH als Tochterunternehmen in Sachsen ist mit zur Zeit 100 Mitarbeitern am bereits bestehenden Standort in Neukirchen und einem Umsatz ca. 23 Millionen Euro ein internationaler Anbieter von Elektronenstrahl-Anlagentechnik mit den Schwerpunkten Entwicklung, Herstellung und Servitierung von Maschinen und Anlagen.
Für den heutigen Standort in Neukirchen und den geplanten Standort in Stollberg sucht das Unternehmen technisch gut qualifizierte Fachkräfte. Dies betrifft vor allem die Bereiche Montage, Inbetriebnahme und Programmierung, Service und den ingenieurtechnischen Bereich. (Bildquelle: Stadt Stollberg)
03.11.2017 07:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Arbeitslosigkeit sinkt weiter 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Aufgrund des Feiertages zu Allerheiligen in einigen Bundesländern, hat die Arbeitsagentur ihre Oktober-Zahlen erst am zweiten Arbeitstag veröffentlicht. So auch im Erzgebirge.
Agenturchef Siegfried Bäumler (Bild): "Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin positiv. Der Trend der letzten Monate hat sich fortgesetzt. Mit 4,7 Prozent hat der Erzgebirgskreis auch Ende Oktober wieder die niedrigste Arbeitslosenquote in Sachsen. Zum Vergleich: Der Sachsenschnitt liegt bei 6,1 Prozent. Die positive Entwicklung ist so zu erwarten gewesen, weil im Oktober saisonüblich viele Einstellungen stattfinden. Im Erzgebirgskreis stehen die Wintersaison und das Weihnachtsgeschäft bevor. Das gibt einen Schub, der zu Einstellungen führt."
Anders ausgedrückt, die Zahl der Arbeitslosen ist in den letzten vier Wochen nochmals um 270 Personen oder 3,1 Prozent zurückgegangen. Auch zum Vorjahr sind rund 1.600 Menschen weniger arbeitslos.
Unverändert hoch zeigt sich der aktuelle Stellenbestand: 3.238 Arbeitsangebote stehen zur Besetzung bereit, nahezu ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auftragsbücher der meisten Unternehmen sind noch reichlich gefüllt. Wohl auch die der Baubranche.
Siegfried Bäumler: "Für den Bau haben wir keine Anhaltspunkte, dass es Entlassungen in größerem Umfang gibt. Im Gegenteil! Wir haben Signale aus der Bauwirtschaft, dass die Außenarbeiten abgeschlossen werden. Da die Auftragsbücher voll sind, wird über die Wintersaison im Innenbereich gearbeitet. Wenn überhaupt, finden Entlassungen dann wahrscheinlich erst im neuen Jahr statt."
3.238 Arbeitsangebote stehen im Erzgebirgskreis zur Besetzung bereit, nahezu ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Kein Wunder, dass die Betriebe ihre Fachkräfte halten, Auch mit Blick in die Zukunft.
Siegfried Bäumler: "Die führenden Wirtschaftsinstitute sehen auch für 2018 und darüber hinaus derzeit keine Anhaltspunkte, dass es zu einer Eintrübung in der Konjunktur kommt. Deswegen sehen die Betriebe derzeit der Zukunft eher positiv entgegen, was sich positiv dahingehend niederschlägt, dass nach wie vor auch Aufwuchs bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stattfindet."
Im Vergleich der einzelnen Geschäftsstellen stehen Zschopau und Stollberg mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent an der Spitze. 4,1 Prozent lautet das Ergebnis für Marienberg. Schwarzenberg folgt mit 4,8 und Annaberg-Buchholz mit 4,9 Prozent. Die Geschäftsstelle Aue bildet mit 6,0 Prozent - und damit noch unter dem Sachsenschnitt - das Schlusslicht. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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02.11.2017 08:00 (Wirtschaft / Politik)
Willkommen im Erzgebirge 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Mit "Willkommen im Erzgebirge" war die dritte Fachkräftetagung überschrieben, die am 26. Oktober in Annaberg-Buchholz stattfand. Die durch den Chor des Evangelischen Gymnasiums Erzgebirge in englisch dargebotene Stücke, darunter "All in love is fair" von Stevie Wonder, sorgten für den weltläufigen Auftakt.
Mit Blick auf die 100 Teilnehmer in der Mauersberger Aula bemerkte Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, nach dem musikalischen Einstieg in die Veranstaltung: "Es haben sich viele Unternehmer, aber auch Bürgermeister zur Fachkräftetagung angemeldet. Das ist eine Wirtschafts- und Kommunalallianz, wie wir sie uns wünschen." Anschließend erinnert der Stellvertretende Landrat des Erzgebirgskreises, Dr. Steffen Laub, daran, das dieser dritten Fachkräftetagung zwei ähnliche Treffen im Jahr 2014 vorausgingen, um den drohenden Fachkräftemangel abwenden zu können. Seinerzeit wurde ein entsprechendes Netzwerk gegründet.
Zu Beginn der 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" wünschte sich Dr. Steffen Laub weitere positive Impulse und dankte dem Team der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und des Regionalmanagements Erzgebirge für die Organisation dieser Veranstaltung, die unter Schirmherrschaft von Martin Dulig, dem Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stand.
Stefan Brangs, Staatssekretär in diesem Ministerium, betonte, dass aus seiner Sicht viele engagierte Leute in der Region Erzgebirge am Werk sind, mit dem Ziel, etwas verändern zu wollen. Brangs sagte in seinem Grußwort: "Schulische Bildung, Digitalisierung und Zuwanderung - Fachkräftesicherung durchdringt viele gesellschaftliche Themenbereiche." Jede Region Sachsens hätte trotzdem ihre Besonderheiten und so seien regionale Imagekampagnen wie im Erzgebirge zu begrüßen. So bezeichnete er das Botschafter-Marketing als "gute Sache".
Die Imagekampagne kann mit drei neuen Motiven aufwarten. Zur Fachkräftetagung wurden sie gezeigt.
Hauptreferent der 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" war Prof. Michael Behr (Bild). Dieser ist Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und Honorarprofessor an der Westsächsischen Hochschule Zwickau.
Der Soziologieprofessor und Arbeitsmarktexperte vertrat in Annaberg Buchholz die These "Ostdeutschland wird das Land der schnellen Karrieren". Die aktuelle Arbeitslosenquote im Erzgebirgskreis von 4,8 Prozent sei ein Indiz dafür, dass die leistungs- und wettbewerbsfähige Wirtschaft in der Region floriert. Perspektivisch gelte es in den Unternehmen zahlreiche Stellen mit Fachkräften zu besetzen, die nicht allein durch vorhandene Ressourcen abgedeckt werden.
Behr betonte in seinem erfrischend vorgetragenen Impulsreferat: "Die Weichen im Erzgebirge können positiv gestellt werden, wenn es gelingt durch Rück- und Zuwanderung den demografischen Teufelskreis zu durchtrennen, wenn Arbeitgeber attraktiver werden und eine ehrliche Kultur der Integration etabliert wird."
Dem Referat schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Dabei wurde deutlich, dass viele Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung neue Wege gehen. Alexander Carl Personalmanager Wohn- und Pflegezentrum Annaberg gGmbH bekundete, dass eine fachlich fundierte Ausbildung die Basis jeglicher Fachkräftesicherung bildet. "Dafür fangen wir frühzeitig an und werben schon in jüngeren Schulklassen beispielsweise durch Patenschaften für den Pflegeberuf", so Alexander Carl bei der Podiumsdiskussion.
Sich zusätzlich sozial zu engagieren und Leben nicht nur aufs Arbeiten zu reduzieren, ist seit langem eine Prämisse von Tabea Schäfer, Geschäftsführerin der Bahner & Schäfer GmbH aus Oelsnitz. Außerdem sprach sie im Podium ein Thema an, das vielen Unternehmern unter den Nägeln brennt: die Bedeutung der Digitalisierung für die Fachkräftesicherung. Aktuell liegt eine Breitbandverfügbarkeit von 100 Mbit/s im Erzgebirgskreis bei lediglich 32 Prozent.
Mit dem Abholen, Aufnehmen und Integrieren ausländischer Fachkräfte beschäftigte sich der zweite Teil der Fachkräftetagung. Um den Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren decken zu können, wird das Thema Zuwanderung mehr denn je in der Region eine Rolle spielen. Falk Höhn, Director Human Resources von der TURCK Beierfeld GmbH, reflektierte in seinem Bericht, vor welchen Aufgaben das Unternehmen bei der Integration eines ungarischen Mitarbeiters stand und wie die Firma von der Internationalität profitierte. Weitere Referenten im zweiten Teil waren Lisa Wagner von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Arbeitsagentur und WFE-Geschäftsführer Matthias Lißke. Der führte unter anderem aus, dass die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH im Sommer 2016 ihr Dienstleistungsportfolio um ein sogenanntes Welcome Center Erzgebirge erweitert hat, um den Prozess des Aufnehmens ausländischer Fachkräfte zu vereinfachen. Von der Fachkräfterichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für drei Jahre "anschubfinanziert", versteht sich das Center als Anlaufstelle für erzgebirgische Unternehmen und Zuwanderer aus dem In- und Ausland, die in der Region arbeiten und leben möchten.
Vor dem Hintergrund, dass gut ausgebildete Fachkräfte in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt immer wichtiger werden, bot 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" den Teilnehmern Inspiration und Motivation, neue Wege zu beschreiten. (Bildquelle: KJ/Mario Rusznyak)
24.10.2017 15:00 (Wirtschaft)
Pilotanlage bearbeitet Gestein aus Pöhla 
(MT) PÖHLA/MITTWEIDA: Das Bergbauprojekt der Saxony Minerals And Exploration AG zum Abbau von Wolfram, Zinn und Flussspat in Pöhla geht in die erste Phase. Während oberhalb von Pöhla, unweit der alten Zinnstollen derzeit ein Erkundungsschacht vorangetrieben wird, kommen im Gewerbegebiet Mittweida-West bei Lauenhain momentan die Anlagenteile für die Gesteinsaufbereitung an. Bei der Anlage, die im Gewerbegebiet West aufgebaut werden soll, handelt es sich um eine Pilotanlage für die künftige Aufbereitungsanlage in Pöhla. Die Arbeit aufnehmen soll sie, so die Planung, im Dezember.
"Die Pilotanlage besteht aus einer Vorbrecheranlage, einer Kugelmühle, Siebmaschinen, mehreren Flotationszellen, Eindickern, einer Trocknungsanlage sowie einem Analyselabor", berichtet Matthias Finder, Projektmanager der SME AG. Zunächst werden in den ersten Wochen zehn LKW-Ladungen Gestein aus Pöhla angeliefert, anschließend aufbereitet und dann untersucht. "In Mittweida geht es uns erst einmal nur um die Erze Wolfram und Flussspat", berichtet Dr. Martin Welke, Chefchemiker der SME AG vor Ort. "Wir untersuchen dabei, mit welchem Verfahren sich Erze am besten aus dem geförderten Gestein herauslösen lassen."
Das angelieferte Gestein wird zunächst mit einem Backenbrecher in Stücke gebrochen und mittels einer Siebmaschine "klassiert". Anschließend wird es in einer Kugelmühle zu Gesteinskörnern mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter vermahlen. "Nach einer Schwerkrafttrennung mittels Spiralabscheider und Vibrationstischen gelangen die abgetrennten Bestandteile in die Flotationszellen zur weiteren Aufkonzentration", so Dr. Welke. "Im Anschluss kommen Eindicker sowie eine Trocknungsanlage zum Einsatz." Die dabei anfallenden Prozesswässer werden in vorhandenen Stapelbehältern gesammelt, regelmäßig analysiert, gereinigt und erneut in die Pilotanlage eingespeist. "Damit ist unser Wasserverbrauch äußerst gering", berichtet der Chemiker. Am Ende landet das gewonnene Wolfram- und Flussspatkonzentrat in Lagerboxen.
Die im Aufbereitungsprozess anfallenden Reststoffe werden von einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb übernommen. Parallel dazu prüft die SME AG die Eignung der Reststoffe für einen möglichen Einsatz in Pöhla bei der Schachtstabilisierung und im Bergversatz. "Mit der Mittweidaer Pilotanlage tritt die Wiederaufnahme des Bergbaus in Pöhla in die entscheidende Phase", so Projektmanager Finder. "Wir sind davon überzeugt, dass alles nach Plan läuft." (Grafik: SME AG)
23.10.2017 15:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Tourismuszahlen steigen im Freistaat 
(MT) DRESDEN: Sachsens Touristiker freuen sich, denn die Bilanz der ersten acht Monate dieses Jahres ist positiv. Von Januar bis August 2017 buchten 5,1 Millionen Gäste im Freistaat 12,8 Millionen Übernachtungen. Damit konnte sowohl bei der Gästeanzahl (+ 5,4 %) als auch bei den Übernachtungen (+3,8 %) ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Damit liegt der Freistaat bei den Übernachtungen über den deutschlandweiten Zahlen, hier gab es 3 Prozent Zuwachs.
Vom Interesse der Urlauber an Sachsen profitierten durchweg alle Regionen. Bis zum Jahresende hofft der Landestourismusverband Sachsen, dass die Marke der 19 Millionen Übernachtungen erreicht wird. Das entspräche einem Zuwachs von zwei Prozent. (Bildquelle: KJ-Archiv)
23.10.2017 13:00 (Wirtschaft / Sport)
"Lotteriegewinn" für Tänzerinnen 
(MT) EIBENSTOCK: Die Tanzgruppen des FSV Eibenstock können sich über neue Sportkleidung freuen. Diese wurde durch die Erzgebirgssparkasse aus dem örtlichen Zweckertrag der PS-Lotterie finanziert. Die Mitarbeiterinnen des Kreditinstituts Heike Zitterbart, Leiterin des Filialgebietes Eibenstock, und Angela Wabnitz übergaben das neue Outfit in der Turnhalle der Grundschule Eibenstock an die jungen Tänzerinnen.
Diese sehnen schon den 25. November herbei. Dann heißt es in der Eibenstocker Auersberghalle anlässlich zehn Jahre Dance-Kids, Teens und Minis Party Nonstop. Zu den insgesamt fünf Tanzgruppen gehören derzeit insgesamt 45 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 21 Jahren. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
22.10.2017 14:00 (Wirtschaft)
Kunst trifft Handwerk 
(SvS) BRÜNLOS: Es ist ein traditionsreicher Tag, der Tag des traditionellen Handwerks. Am Sonntag, 15. Oktober war er für das Jahr 2017 festgelegt. Das nutzten auch zahlreiche Handwerksbetriebe im Erzgebirge, um ihre Türen für die breite Öffentlichkeit zu öffnen und gewährten einmal einen Blick hinter die Kulissen.
In Brünlos bei Heiko Kretzschmar, besser bekannt als HK-Holz auf der Dorfstraße, war am Sonntag wieder eine Menge los. In diesem Jahr galt bei HK-Holz die Devise "Kunst trifft Handwerk". Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Schwerpunkte stellt der Tischlermeister aus Brünlos in diesem Jahr der Öffentlichkeit vor. Zum einen ist das die "Möbelserie RELAX". Hier ist Entspannung Programm und die individuelle Gestaltung der Liegen lässt für Kunden kaum wünsche offen.
Den Schwerpunkt zum Tag des traditionellen Handwerk stellte aber die "TISCHLERKÜCHE" des Unternehmens dar. Denn hier trifft hochwertiger und individueller Möbelbau der besonderen Art in Kombination mit innovativer Technik und Gestaltung auf ein Optimum an Gebrauchswert und Langlebigkeit. Die Küchen der heutigen Zeit sind längst nicht mehr nur der Ort, wo die Arbeit am Herd Tagesprogramm ist. Längst sind Küchen zum Kommunikationszentrum der ganzen Familie geworden.
Gut besucht waren auch die Ausstellungsräume gegenüber der Werkstatt mit vielen Anregungen zum Ausgestalten der eigenen vier Wände. Und wie in jedem Jahr gaben sich auch wieder zahlreiche Künstler und Handwerker ein Stelldichein bei Heiko Kretzschmar in Brünlos. So konnten die Besucher bei Kurt Wolf aus Chemnitz einiges über die alte Tradition des Zinngießens in Erfahrung bringen und ein kleines Andenken mit nach Hause nehmen. Auch Zeichner und Kunstmaler waren vertreten und wie kürzlich berichtet, stellte auch Katrin Müller aus Burkhardtsdorf ihre Gemälde der Öffentlichkeit vor. Und wir konnten noch einmal einen Blick auf das damals begonnene Bild werfen, das inzwischen große Schritte Richtung Vollendung gemacht hat. Einen ersten Vorgeschmack auf Weihnachten gab Sandro Schwandt aus Remse mit seiner Schwibbogenausstellung. Handwerklich versiert zeigte Peggy Damm, Dachdeckermeisterin aus Hartenstein, was man noch alles aus Schiefer anstellen kann - außer das Dach einzudecken. Aber sie zeigte den Besuchern auch Musterbeispiele modernster Dachgestaltungen. (Bildquelle: KJ/Gerald Nötzel)
21.10.2017 15:00 (Wirtschaft)
Lang weiter 2. Hospizverbandsvorsitzende 
(SvS) DRESDEN: Simone Lang, SPD-Landtagsabgeordnete aus Breitenbrunn, ist am Mittwoch während einer Mitgliederversammlung erneut zur 2. Vorsitzenden des sächsischen Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin (LVHP Sachsen) gewählt worden. Sie erhielt 100 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
"Dieses Ergebnis sehe ich als Verpflichtung und großen Ansporn für meine berufliche und ehrenamtliche Arbeit. Wie bislang schon werde ich mich auch in Zukunft intensiv für die Belange von Sterbenden, Trauernden und deren Familien einsetzen", versichert Lang, die ausgebildete Trauertherapeutin ist und selbst einige Jahre als Koordinatorin im Hospizdienst tätig war. "Nachdem ich jüngst an der Ausgestaltung des zweiten sächsischen Hospiz- und Palliativgesetzes konkret mitwirken konnte, arbeite ich jetzt aktiv an dessen Umsetzung mit. Als Mitglied der Enquetekommission Pflege des sächsischen Landtags kann ich diesbezüglich sehr viele Dinge verknüpfen und befördern. Nicht zuletzt dient dies alles der weiteren Verbesserung der Struktur auf dem Gebiet der Hospizarbeit- und Palliativmedizin - in meiner erzgebirgischen Heimat ebenso, wie in ganz Sachsen", so Simone Lang. (Bildquelle: Sandro Halank, CC)
21.10.2017 12:00 (Wirtschaft)
Arbeitsagentur gibt positiven Ausblick 
(SvS) CHEMNITZ: Die stabile Konjunktur führt auch im kommenden Jahr zu einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Das geht aus der aktuellen regionalisierten Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor. Bei einem anhaltenden Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,7 Prozent wird im Jahr 2018 die Beschäftigung in Sachsen erneut wachsen und die Arbeitslosigkeit weiter abnehmen. So könnten 25.000 zusätzliche Jobs entstehen und 5.000 Menschen weniger auf der Suche nach einer neuen Arbeit sein.
Den größten Zuwachs in den sächsischen Regionen verzeichnet dabei die Stadt Leipzig mit einem Beschäftigungsanstieg um 2,5 Prozent, gefolgt von der Stadt Dresden (plus zwei Prozent) und dem Agenturbezirk Pirna (plus 1,9 Prozent).
Der kräftigste Rückgang der Arbeitslosigkeit wird auch für die Stadt Leipzig prognostiziert (minus 5,7 Prozent), gefolgt von den Arbeitsagenturbezirken Freiberg und Bautzen (minus 5,2 und minus 4,2 Prozent).
"Die positive Prognose lässt mich optimistisch auf das kommende Jahr blicken und ist eine gute Grundvoraussetzung, um bevorstehende Herausforderungen anzupacken. Wir müssen mit allen Arbeitsmarktakteuren gemeinsam die Auswirkungen der Demografie und der Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt lösen. Hierbei ist mir besonders wichtig, dass bisher schwer vermittelbare Menschen mehr Chancen auf Arbeit bekommen. Oft passen die Bewerber mit ihrer Qualifikation nicht zu den Bedarfen der Betriebe. Hier müssen wir weiter auf Bildung setzen. Denn viele dieser Menschen wollen arbeiten und das sollen sie auch können." appelliert Hansen.
19.10.2017 15:00 (Wirtschaft)
Scheck für 375 erradelte Kilometer 
(SvS) LUGAU: Aufstellen zum Pressefoto. Mittendrin ein Scheck über 8.300,- Euro. Eine stolze Summe, die den Vereinen in der Stadt Lugau zu Gute kommen soll. Das Geld ist ein Gewinn - im doppelten Sinne. Zum einen für die Vereinsarbeit, denn damit sollen Kinder und Jugendliche mehr in die lokalen Vereine und an den Sport geführt werden, und zum anderen der Hauptgewinn aus dem Städtewettbewerb von enviaM und MITGAS.
Zum zweiten Mal hatte sich die Stadt Lugau im Rahmen des Straßenfestes vom Gewerbeverein in diesem Jahr daran beteiligt. Auf dem Platz, wo bis Mitte der 90er Jahre noch das Kulturhaus stand, wurde geradelt, was das Zeug hält. Insgesamt waren an diesem Tag 374,39 Kilometer weit geradelt. Die Kinderwertung floss hier mit 168,22 Kilometern ein. Das bedeutete Platz 1 im Jahr 2017. Sogar mit deutlichem Vorsprung. Zweitplatzierte wurden die Radler vom Vugelbeerfast in Lauter mit 349,61 Kilometern.
Bis Oktober mussten die Lugauer aber hoffen, denn erst dann stand das Ergebnis insgesamt fest. 25 Städte und Gemeinden hatten 2017 in die Pedale getreten. Dem Sieger waren 8.000 Euro Preisgeld sicher, dem Zweiten 6.000 Euro. Weil Lugaus Bürgermeister Thomas Weikert aber auch fehlerfrei um den "heißen Draht" fuhr, packten die Veranstalter nochmal 300 Euro obendrauf. enviaM-Vertriebsvorstand Dr. Andreas Auerbach und Regionalvertreter Reginald Fuchs überreichten den Scheck.
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19.10.2017 14:46 (Wirtschaft)
Kuchen und Likör zum Handwerkstag 
(SvS) SCHWARZENBERG / BOCKAU: In Schwarzenberg wurde zum Tag des traditionellen Handwerks gebacken. Für uns stehen die Bäcker schon morgens zeitig in den Backstuben, damit wir Brot und Brötchen ganz frisch zum Frühstück haben können. Das allein wäre schon ein traditionelles Handwerk. Die Bäckerei Weißbach stellte aber die Kunst des Baumkuchenbackens vor. Neun Schichten hat so ein Baumkuchen, die eine halbe Stunde gebacken wird. Schicht für Schicht wächst so der Stamm. Rainer Weißbach bekam dabei aber auch große Unterstützung von den Enkeln Nathalie und Jakob Lutz. Das scheint Spaß gemacht zu haben.
Und im Laborantendorf Bockau stand Hochprozentiges bereit. Aus eigener handwerklicher Herstellung. Die Abfüllung ist dann nur noch der letzte Schritt. In Bockau aber ein interessanter, denn die Abfüllanlage läuft automatisiert. Und im ersten Spirituosenmuseum Sachsens konnten Besucher alte Destillierblasen, Kräutermühlen, historisches Bildmaterial, Kräuter- und Wurzelproben und viele andere interessante Zeitzeugen des jahrhundertealten Laborantenwesens in Bockau bewundern.
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18.10.2017 06:00 (Wirtschaft)
107 Aussteller zur Ausbildungsmesse 
(SvS) AUE: Zum dritten Mal in dieser Saison öffnet die Ausbildungsmesse Erzgebirge ihre Türen - am Samstag, 21.10.2017, von 10:00 bis 15:00 Uhr in Aue. Hier Bilder aus dem vergangenen Jahr. Mit 107 Ausstellern ist die Sporthalle des BSZ Erdmann Kircheis bis auf die letzte Ecke ausgebucht. Zum neunten Mal in Folge präsentieren sich an diesem Standort Unternehmer, Personalverantwortliche und Auszubildende mit einer enormen Branchenvielfalt als Spiegelbild der regionalen Wirtschaftsstruktur. Sowohl Schüler aus Oberschulen als auch aus Gymnasien sollen sich angesprochen fühlen, um sich an diesem Tag über "Deine Zukunft im Erzgebirge" zu informieren. Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den jungen Leuten, ihren Eltern und den Unternehmensvertretern werden vor allem Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge stehen.
Wichtigstes Nachschlagewerk zur individuellen Vorbereitung ist wieder das etablierte Ausstellerverzeichnis, das den jungen Leuten ab 16.10. direkt in den Schulen ausgehändigt wird und auch online neben Hallenplan und Ausstellerliste zum Download unter www.berufsorientierung-erzgebirge.de zur Verfügung steht.
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weitere Info’s: Link zur Berufsorientierung Erzgebirge
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17.10.2017 15:00 (Wirtschaft)
Königswalde setzt auf LED 
(SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ / KÖNIGSWALDE: Die Stadtwerke Annaberg-Buchholz bauen derzeit einen Teil der Straßenbeleuchtung in Königswalde um. Das Unternehmen gewann eine Ausschreibung der Gemeindeverwaltung, welche an alle Firmen ging, die mit der Beleuchtungsanlage im Ort vertraut sind.
Energetisch saniert werden 83 der rund 300 Straßenlaternen im Ort am Alten Mildenauer Weg, an der Bärensteiner Straße und an der Lindenstraße (bereits abgeschlossen) sowie an der Jöhstädter Straße. Die Lampen in der Annaberger Straße wurden erst im Jahr 2012 saniert, wenn auch nicht mit der neuesten LED-Technik. Die sogenannten Glocken in den Nebenstraßen des Ortes sollen ebenfalls vorerst erhalten bleiben.
Die neue Beleuchtung ist ausgesprochen ressourcenschonend: Mit den LEDs wird ein Großteil der Energie (bis zu 70%) im Vergleich zu herkömmlicher Straßenbeleuchtung eingespart, zudem wird eine deutliche CO2-Emissionsreduktion erreicht. Die Lampen haben eine hohe Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden und enthalten kein Quecksilber.
Die Kosten für die energetische Sanierung in Königswalde betragen knapp 55.000 Euro. Sie werden gemeinsam von der Gemeindeverwaltung und von der sächsischen Initiative "Brücken in die Zukunft" getragen. (Bildquelle: Stadtwerke/Päßler)
17.10.2017 10:00 (Wirtschaft)
Neue Perlen "fein & sächsisch" 
(SvS) DRESDEN: Es gibt sie noch, die traditionellen Landwirte, manufakturartigen Lebensmittelproduzenten und familiengeführten Restaurants, die mit sächsischen Zutaten echte Genüsse kreieren. Der Verein "fein & sächsisch" hat sich zum Ziel gesetzt, diese "Perlen" in Sachsen zu heben, bekannt zu machen und miteinander zu vernetzen. Nun hat die engagierte Regionalinitiative vier neue Schätze geborgen und mit dem Gütesiegel "fein & sächsisch" ausgezeichnet. Darunter ist auch das Restaurant "Topfmarktscheune" in Burkhardtsdorf.
Der Verein "fein & sächsisch" ist die erste Dachmarke sächsischer Produkte und des sächsischen Ernährungshandwerks. Vorbild für den Verein war die sehr erfolgreiche Initiative "fein & heimisch" in Schleswig-Holstein mit rund 90 Mitgliedern. Im Erzgebirgskreis wurde bereits die Rolle-Mühle in Grünhainichen mit dem Siegel bedacht.
16.10.2017 10:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Traditionelles Handwerk 
(GN) BRÜNLOS: Am Sonntag (15.10.) fand der Tag des Traditionellen Handwerk statt. Das nutzten wieder zahlreiche Handwerksbetriebe im Erzgebirge, um ihre Türen zu ihren Produktionsstätten zu öffnen.
Auch in Brünlos bei HK-Holz auf der Dorfstraße war wieder eine Menge los. Hier galt die Devise "Kunst trifft Handwerk". Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heiko Kretzschmar, der Inhaber von HK-Holz, stellte in diesem Jahr seine "TISCHLERKÜCHE" vor, die er mit den modernsten Küchengeräten der Zeit kombinierte.
Küchen sind in der Gegenwart längst zum Kommunikationszentrum geworden. Sie spiegeln den Geschmack und den Stil ihrer Besitzer wider. Der Lifestyle einer modernen "TISCHLERKÜCHE" ist geprägt von Robustheit mit Hang zur eigenen Kombination. Auch die "RELAX Möbelserie" fand bei den Besuchern viel Anklang.
Wie jedes Jahr gaben auch wieder zahlreiche Künstler und Handwerker ein Stelldichein in Brünlos. Näheres dazu können interessierte Zuschauer ab Samstag bei erzTV - Das Magazin in Erfahrung bringen. (Bildquelle: KJ/Gerald Nötzel)
16.10.2017 06:30 (Wirtschaft)
Dulig reist in die Niederlande 
(MT) DRESDEN: Vom 17. bis 20. Oktober reist Wirtschaftsminister Martin Dulig mit einer 20-köpfigen Delegation aus Politik- und Netzwerkvertretern in die Niederlande. Schwerpunkt der Reise ist die die Vertiefung bereits bestehender und der Aufbau neuer Kontakte in den Bereichen Tourismus, Mobilität und Innovation.
Die Niederländer machen nur 3,3 Prozent aller Einwohner der Europäischen Union (EU) aus, erzeugen aber 5,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Niederlande sind eine exportorientierte, international stark verflochtene Dienstleistungsökonomie mit ausgeprägtem Finanzsektor. In den Rankings der Welthandelsorganisation WTO gehören die Niederlande regelmäßig zu den fünf größten Exportnationen der Welt.
In der Außenhandelsstatistik des Freistaates belegen die Niederlands bei der Ausfuhr von Waren Platz 11 (von insgesamt ca. 200 Ländern in der Statistik). Die Summe der Ausfuhren beläuft sich auf mehr als 1,2 Mrd. (2016) Euro. Bedeutendste Ausfuhrgüter sind Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus - mit einem Anteil von 18 Prozent der Gesamtausfuhren nach Holland, gefolgt von den Erzeugnissen des Maschinenbaus sowie elektrotechnischen Erzeugnissen.
15.10.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Beschäftigte in Brauereien 
(MT) DRESDEN: Im Jahr 2016 waren 1.362 Frauen und Männer in sächsischen Brauereien beschäftigt. In den Brauereien arbeiten insgesamt 419 Menschen in der Getränkeherstellung - darunter der Brauer, 102 in der Transportgeräteführung, 83 in Berufen der Lagerwirtschaft, 67 im Vertrieb, 68 in der Unternehmensorganisation, 66 in der Produktionssteuerung und 61 in Berufen der Maschinenbau- und Betriebstechnik. Weitere Menschen finden in Brauereien auch Arbeit mit Büro- und Verwaltungsberufen, im Bereich der Gastronomie oder in Werbe- und Marketingberufen. (Bildquelle: KJ-Archiv)
15.10.2017 07:00 (Wirtschaft)
Neue Tagespflege bietet Betreuung 
(SvS) BREITENBRUNN: Kartoffeln schälen und schneiden, das Gleiche mit Äpfeln und Zwiebeln. Noch Gewürze dazu und dann alles gut vermengen. Fertig ist ein feiner Kartoffelsalat, ganz nach Hausmannsart. Einmal in der Woche kochen oder backen die Gäste der Tagespflege in geselliger Runde. An anderen Tagen unternehmen sie vielleicht einen Spaziergang oder hören Musik oder beschäftigen sich mit einer Handarbeit. Die Angebote hier in der Tagespflege der AWO in Breitenbrunn richten sich nach den Wünschen der Senioren. Hier erhalten sie Unterstützung und können sich wohlfühlen.
"Tagespflege bedeutet, dass wir Klienten haben, die tagsüber zu Hause alleine sind, wo die Kinder noch arbeiten, die sich alleine fühlen. Die können dann zu uns in die Tagespflege kommen und den Tag hier verbringen. Das können sie tun von Montag bis Freitag oder auch nur einen Tag in der Woche. So, wie sie?s gerne hätten.", sagt Rita Stoll, Leiterin der AWO Tagespflege Breitenbrunn.
Schon seit einiger Zeit reifte im AWO-Seniorenzentrum die Idee, das Betreuungsspektrum durch eine Tagespflege zu erweitern. Ende Mai 2017 wurde die Einrichtung feierlich eröffnet. In dem freundlich gestalteten Ambiente können bis zu 14 Gäste den Tag verbringen. Individuelle Betreuung und qualifizierte Pflege leisten Rita Stoll und ihr Team. Neben verschiedenen Angeboten, sich zu beschäftigen, bestehen natürlich auch Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung. Frühstück, Mittagessen und Vesper gehören zum Tagesablauf. Den Weg zwischen Wohnung und Tagespflege übernimmt ein Fahrdienst.
Jeder Gast wählt für sich, ob er zum Beispiel einem Plausch in geselliger Runde oder einem Ruhestündchen den Vorrang gibt. Der Besuch der Tagespflege vermittelt viele Anregungen und kann die Fähigkeiten des Einzelnen stärken oder zumindest erhalten. Und sie bietet pflegenden Angehörigen, die berufstätig sind oder mal Zeit für etwas anderes benötigen, die Gewissheit, dass ihr Familienmitglied nicht allein zu Hause ist, sondern gut betreut wird.
Wenn in der Tagespflege nicht gerade selbst gekocht wird, dann kommt das Mittagsmenü frisch zubereitet aus der Hausküche von nebenan. Zum AWO-Seniorenzentrum gehören neben der Tagespflege eine Seniorenwohnanlage, der ambulante Pflegedienst und das Pflegewohnheim. Auf Wunsch können die Gäste der Tagespflege auch die Cafeteria, den Friseursalon und die Fußpflege nutzen.
Überzeugen kann man sich jederzeit. Bei der AWO-Tagespflege ist Reinschnuppern ausdrücklich erwünscht und noch sind wenige Plätze frei im neuen Angebot in Breitenbrunn.
Die AWO-Tagespflege bietet Gesellschaft, Betreuung und Pflege - qualifiziert und individuell. Davon überzeugen kann man sich jederzeit. Mal reinschauen ist ausdrücklich erwünscht. Pflegedienstleiterin Rita Stoll und ihr Team zeigen gern die Räumlichkeiten und beantworten Fragen. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
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14.10.2017 11:00 (Wirtschaft)
Eröffnung Geschäftshaus am Postplatz Schneeberg 
(SvS) SCHNEEBERG: Schneeberg, am Postplatz. Die Abrissbagger waren angerückt und brechen die Häuser mit den Nummern 10 und 11 Stück für Stück ab. Die baufälligen Gebäude waren so etwas, was man heute als Schandfleck bezeichnet. Kein guter Eingang ins Stadtzentrum.
Noch vor vielen Jahren trafen sich hier die Schüler zum Heimatkundeunterricht, um die Reste des ehemaligen "Hartensteiner Tors" anzusehen. Das Tor ist mittlerweile verschwunden, ein Geschäftshaus an diesem Ort gewachsen. Das Tor ist dennoch irgendwie noch da. Zumindest ist es dem nachempfunden und erinnert daran.
Eröffnung des Neubaus unter der Adresse Postplatz 11 war am 6. Oktober 2017. Im Erdgeschoss ist auf ca. 400 m² Ladenfläche, modern eingerichtet, ein Spar-Land-Markt entstanden. Auch der öffnete seine Tore am 6. Oktober. 18 Jahre lang war diese Einrichtung an einem Standort in Schneeberg präsent, der aber sowohl bautechnisch als auch von der Kapazität her nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach. Der neue Markt zeigt sich modern, freundlich und hell. Eine Aufwertung gleichermaßen für Kunden und Mitarbeiter. Und gleichzeitig auch eine gute Ergänzung der bisherigen Entwicklung auf dem Postplatz. Gleich gegenüber waren bereits weitere Geschäfte eingezogen.
Spar-Land-Geschäftsführer René Heber betont, dass die Entwicklung und Gestaltung des innerstädtischen Einzelhandels eine große Herausforderung für die Städte ist. Mit diesem Projekt beweise Schneeberg viel Weitblick. Ein regionales Wohnungsunternehmen schafft die Voraussetzungen für einen regionalen Einzelhändler. So entstehen gemeinsame vorbildliche Lösungen, die den Einzelhandel vor Ort wieder attraktiv gestalten.
Mit dem Sortiment will der Markt eine gute und schnelle Ergänzung sein. Neben saisonalen Artikeln sind es Haushalts- und Schreibwaren, aber auch ein kleines Baumarktsortiment für den schnellen Bedarf, der den Schneebergern nun lange Wege ersparen könnte.
Im darüberliegenden Obergeschoss ist eine moderne Arztpraxis entstanden, die durch den Aufzug auch barrierefrei für die Patienten erreichbar ist. Peter Stimpel, Geschäftsführer der WBG Bergstadt Schneeberg freut sich über das gut gelungene Geschäftshaus. Immerhin war der Bau nicht unkompliziert. Insgesamt hat die Wohnungsbaugesellschaft Bergstadt Schneeberg mbH 1,35 Mio. Euro investiert und ist damit, so der Geschäftsführer, seiner städtebaulichen Verantwortung gerecht geworden, um am Eingangsbereich des Schneeberger Zentrums einen optischen und natürlich auch infrastrukturellen Höhepunkt zu setzen.
Nun ist die Gesellschaft auch daran interessiert den gegenüberliegenden Bereich kurzfristig in Angriff zu nehmen. Dann könnten hier die letzten baulichen Schandflecke beseitigt werden und modernes innerstädtisches Leben einziehen. In diese Entwicklung soll auch das Postgebäude mit einbezogen werden, das nun im Eigentum der WBG-Immobilientochter ist. (Bildquelle: KJ/Oliver Taubmann)
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14.10.2017 09:00 (Wirtschaft)
Mitarbeiterengagement vor Ort 
(MT) CHEMNITZ/GEYER: Die enviaM-Gruppe unterstützt seit zehn Jahren mit der Aktion "Mitarbeiter vor Ort" die ehrenamtliche Tätigkeit von Beschäftigten in ihren Heimatorten. Seit 2007 hat der Unternehmensverbund knapp 1.800 gemeinnützige Projekte in Vereinen und Initiativen mit mehr als 1,2 Millionen Euro bewilligt. Die Fördersumme beträgt 500 bis 2.000 Euro.
Im Erzgebirgskreis wurden im Rahmen der Aktion "Mitarbeiter vor Ort" bisher 104 Projekte mit mehr als 77.000 Euro gefördert. So erhielt der Hort "Bingegeister" in Geyer im vergangenen Jahr 1.000 Euro für den Aufbau neuer Spielgeräte und einen frischen Anstrich des Spiel-Geräteschuppens. Bei dem Vorhaben packte ein vierköpfiges Team der enviaM-Gruppe tatkräftig mit an.
13.10.2017 16:00 (Wirtschaft / Kultur)
Tag des traditionellen Handwerks 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Sehen, Staunen und Mitmachen, so das heimliche Motto beim Tag des traditionellen Handwerks. Überall im Erzgebirge öffnen alljährlich am dritten Oktoberwochenende Handwerker ihre Werkstatttüren. Am 15. Oktober ist es wieder soweit.
Natürlich sind viele Hersteller der echt erzgebirgischen Holzkunst mit von der Partie. So zum Beispiel die Werkstätten Flade aus Olbernhau. Hier kann man abtauchen in eine Miniatur-Welt der zarten Flachshaarengel und Flachshaarkinder. Doch hinter dem filigranen Traum steckt harte Handarbeit. Die winzig kleinen Bestandteile sowie die einzelnen Arbeitsschritte bis hin zu einer fertigen Figur können an diesem Erlebnistag bestaunt werden.
Doch nicht nur Holz steht im Mittelpunkt an diesem Tag: Rund ums Metall geht es beispielsweise in Niederbobritzsch bei Hans - Werner Gassmann. Hier heißt es: Brennen, Schweißen und Plasmaschneiden..
Was diesen Erlebnistag so besonders macht? Viele andere Gewerke zeigen ihr Können und laden zum Mitmachen ein! Dies wird an fast allen Orten mit einem tollen Rahmenprogramm, wie Musik, Kinderaktionen oder kulinarischen Köstlichkeiten verfeinert.
Im Museum Oederan wird die Tradition des Heuwebens (Bild) vorgestellt, hierbei entstehen aus getrockneten Gräsern und Getreide wahre Kunstwerke. Die Lederhandschuhmanufaktur Zahor in Schneeberg zeigt die alte Kunst, Fingerkleider herzustellen. Auch Bäckerbetriebe beteiligen sich am Aktionstag und es weht mancherorts bereits ein Stollenduft um die Nase. Aber auch andere kulinarische Leckereien werden die Besucher erfreuen. Natürlich ist auch an viele Erlebnisse und Mitmachangebote für Familien und Kinder gedacht.
Alle Angebote, teilnehmenden Betriebe werden im aktuellen Teilnehmerheft vorgestellt, welches kostenfrei beim Tourismusverband Erzgebirge unter 03733 1880088 oder im Internet unter www.erzgebirge-tourismus.de  erhältlich ist. (Bildquelle: TVE/Bernd März)
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13.10.2017 13:00 (Wirtschaft / Sport)
Lugau gewinnt Städtewettbewerb 
(MT) CHEMNITZ/LIGAU: Beim Städtewettbewerb 2017 von enviaM und MITGAS haben die teilnehmenden Erzgebirgskommunen hervorragend abgeschnitten. Die Lugauer strampelten beim Stadtfest am 18. Juni so viele Kilometer auf dem Fahrrad, dass es am Ende zu Platz 1 unter 25 teilnehmenden Kommunen aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen reichte. Dafür gehen in der kommenden Woche 8.300 Euro an den TTC Lugau.
Zweiter im Wettbewerb war Lauter-Bernsbach, wo man erst vor kurzem beim Lauterer Vugelbeerfast in die Pedalen trat. (Bildquelle: KJ-Archiv)
12.10.2017 15:00 (Wirtschaft / Politik)
Sächsischer Verlags-Preis ausgelobt 
(MT) DRESDEN/FRANKFURT: Künftig werden besondere Verlagsleistungen im Freistaat mit dem Sächsischen Verlagspreis ausgezeichnet. Dies gab Staatssekretär Hartmut Mangold bei einem Besuch der Internationalen Buchmesse in Frankfurt bekannt.
Der neue Preis wird ausgelobt von Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig zusammen mit dem Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Er soll dabei helfen, der Branche zu mehr Wertschätzung und öffentlicher Beachtung zu verhelfen und besondere verlegerische Leistungen bekannt zu machen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll in zeitlicher Nähe zum Welttag des Buches am 23. April offiziell vergeben werden.
Sachsens Verlagslandschaft besteht aus 197 engagierten Eigen- sowie Großverlagen. Sie bieten ein breites Spektrum an Veröffentlichungen im Bereich Belletristik, Sachbuch und Kunstbuch. Das Verlagsangebot sächsischer Unternehmen bietet vielen regionalen Autoren und Publizisten eine verlässliche Basis für ihre Veröffentlichungen. Dabei sind immer wieder herausragende verlegerische Leistungen zu beobachten, bei denen mit großem Engagement und viel Ideenreichtum entwickelte Produkte entstehen.
Leipzig liegt als erste ostdeutsche Stadt mit 1.027 Titeln im Jahr 2015 im Ranking der deutschen Städte auf Platz 10. Dresden ordnet sich mit 233 Titeln auf Platz 30 ein. Laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels generierte die Verlagsbranche in Mitteldeutschland einen Umsatz von 9,2 Milliarden Euro im Jahr 2015.
12.10.2017 09:00 (Wirtschaft)
Fachbesucheransturm zur Kooperationsbörse 
(KJ) ANNABERG-BUCHHOLZ: 123 Unternehmen präsentierten sich am Mittwoch mit ihren Produkten, Dienstleistungen und technischem Knowhow als Aussteller auf der Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge in Annaberg-Buchholz. Die sachsenweit einzigartige Netzwerkplattform war erneut Schauplatz für die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Vielfalt des Wirtschaftsstandortes Erzgebirge und bis zum letzten Platz ausgebucht. Mehr als insgesamt 800 Unternehmensvertreter - Aussteller und Fachbesucher - nutzten die Gelegenheit, um in der Silberlandhalle mit Profis u.a. aus den Bereichen Konstruktion, Maschinen- und Formenbau, Kunststoffverarbeitung, Elektronik und Metallverarbeitung ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden zum großen Teil Fachleute aus Regionen außerhalb des Erzgebirges als Gäste begrüßt.
Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie fand inzwischen zum 12. Mal statt. Die Veranstaltungsorte wechseln dabei jährlich. Der Bürgermeister der Gastgeberstadt 2017 kann Messen, wie dieser, für die Region viel Gutes abgewinnen:
O-Ton Rolf Schmidt; Bürgermeister Annaberg-Buchholz (00:21-01:06): "Wenn wir von der Region reden ... bis ... mit viel Vernetzung."
Das Fundament des Erfolges der Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge bilden der minimaler Aufwand vor der Messe für die Aussteller und früchtetragende Gespräche unter Experten am Tag der Veranstaltung. Dadurch ist der Zuspruch in all den Jahren ungebrochen. Wie wichtig die Netzwerkarbeit in der kleinteiligen, breit aufgestellten Wirtschaftsstruktur der Region Erzgebirge ist, unterstrich Dr. Steffen Leischnig, Mitglied der Vollversammlung der IHK Chemnitz sowie des Wirtschaftsbeirates Erzgebirge, zur Eröffnung. Er sagte: "Kooperieren heißt auch gemeinsam wirken, um einen Mehrwert zu schaffen sowie Lösungen zu generieren, die nicht nur den Umsatz sondern auch den Ertrag steigern. Die Kooperationsbörse ist das ideale Podium für den ersten Schritt hin zu beständigen Kooperationen, die auf Vertrauensbasis über längere Zeit aufgebaut werden. Nutzen Sie die nächsten Wochen, um die hier begonnenen Ideen zu verwirklichen und somit eine Region wirtschaftlich zu stärken, in die auch Fachkräfte gerne ziehen." Kennzahlen wie die zweithöchste Industriedichte Sachsens mit 104 Industriebeschäftigten je 1000 Einwohner, die gestiegene Exportquote und konstant niedrige Arbeitslosenzahlen belegen die Wirtschaftskraft des Erzgebirges. Gleichzeitig beweist die Teilnahme vieler überregionaler Aussteller aus Chemnitz, Zwickau und Mittelsachsen, dass die Veranstaltung über die Landkreisgrenze hinaus den Ruf als idealen Ort zum geschäftlichen Austausch genießt.
Parallel zum Messegeschehen fanden in diesem Jahr in entspannter Atmosphäre zwei Fachforen unter den Schwerpunkten Technologie und Marketing statt, die von den Besuchern sehr positiv aufgegriffen wurden. Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice der WFE GmbH erklärte dazu: "Mit diesem neuen Angebot wollen wir spezielle Dienstleistungen regionaler Partner noch weiter herausstellen. Fachleute - unter anderem vom Branchenverband Kultur- und Kreativwirtschaft Erzgebirge - referieren über aktuelle Themen, die branchenübergreifend fast alle Unternehmer tangieren. Davon sollen auf unkomplizierte Weise Besucher als auch die Aussteller profitieren?."
Die Veranstaltung in Zusammenarbeit von der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge, dem Erzgebirgskreis, der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Regionalmanagement Erzgebirge soll auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Veranstaltungsort wird dann voraussichtlich Stollberg sein.
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10.10.2017 10:00 (Wirtschaft)
Goldener Herbst bei Lautergold 
(MT) LAUTER: Über einen "goldenen" Herbst freut sich die Firma Lautergold. Das Unternehmen aus Lauter wurde vom Magazin "Selection" zur Brennerei des Jahres 2017 in Sachsen gekürt.
In der Kategorie "Brand Steinobst" wurde das Zwetschgenwasser im Holzfass gereift mit dem besonderen Label "Top Level" ausgezeichnet. Gleiches gelang in der Kategorie "Brand andere Früchte" dem Haselnusslikör aus Lauter und in der Kategorie "Sonstige Liköre" dem Steinholder.
Damit Lautergold den hohen Standards gerecht werden kann, wurde in den letzten Monaten in die Lagerkapazität und in Herstellungstechnik investiert. Weitere Investitionen in Höhe von ca. 500.000 Euro sind geplant. Die Brennerei hat aktuell über 40 Mitarbeiter unter Vertrag. (Bildquelle: Lautergold)
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Länge 12.9250 / E 12° 56' 0"
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