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Nachrichten aus dem Erzgebirge - Bereich Wirtschaft

    
21.11.2017 11:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Porsche übergibt acht Exmoor-Ponys 
(MT) GRÜNSTÄDTEL: Pferdestärken für einen guten Zweck: Porsche Leipzig hat acht Exmoor-Ponys aus eigenem Bestand an zwei gemeinnützige Vereine in Sachsen und Thüringen gespendet. Der PSV Grünstädtel erhielt im Beisein von Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer zwei Tiere für Reit- und Therapieangebote.
Jens Vötzsch wurde es bei der Übergabe der Ponys am 17. November trotz nass-kaltem Wetters warm ums Herz. Als Mitglied im Grünstädtler Pferdesportverein hat er das Ganze ins Laufen gebracht.
Jens Vötzsch: "Ich habe den Beitrag im Fernsehen gesehen und dann unseren Vorsitzenden gefragt, was er von neuen Ponys hält. Dann haben wir ein Schreiben für Porsche Leipzig aufgesetzt und wurden dann glücklicherweise ausgewählt zum Erhalt für die Exmoor-Ponys."
Unterstützt wird das Engagement vom Porsche Werkzeugbau, der vor Ort eine dreijährige Patenschaft für die Ponys übernimmt. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit den Porsche-Kollegen in Schwarzenberg Gutes zu tun", sagt Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.
Exmoor-Ponys stammen ursprünglich aus dem Südwesten Englands. Die Rasse gilt als kinderlieb, nervenstark und robust. Seit 2002 leben rund 30 Wildpferde artgerecht in einem weitgehend naturbelassenen Biotop, nur wenige hundert Meter von den Produktionshallen entfernt. Um den Bestand bei Porsche Leipzig konstant zu halten, werden die Ponys regelmäßig an ausgewählte gemeinnützige Organisationen übergeben. Zum Glück für den PSV Grünstädtel!
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel, Vorsitzender des PSV Grünstädtel: "Für uns wird das eine ganz neue Erfahrung werden, mit solchen Pferden umzugehen, weil das Pferde sind, die bisher noch keine Ausbildung genossen haben. Es sind Wildpferde. Unser Anspruch ist, die zwei Exmoor-Ponys in drei Jahren vom Wildpferd zum Reit- und Therapiepferd auszubilden. Als Therapiepferd wollen wir sie letztendlich Leuten zugänglich machen, die entsprechende Hilfen brauchen, die körperliche und geistige Behinderungen haben."
Die Übergabe der Tiere soll der Auftakt für eine nachhaltige Zusammenarbeit sein.
Carlo Modesto, Geschäftsführer Porsche Werkzeugbau Schwarzenberg: "Für uns als Porsche Werkzeugbau in Schwarzenberg ist es auch ein Anliegen etwas ein Stück weit an die Region zurückzugeben. Wir haben umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen hier am Standort. Die kurzen Wege hinsichtlich Genehmigungsverfahren und so weiter ist für uns ein Riesenvorteil hier am Standort. Wir haben außerdem ein großes Interesse daran, uns kulturell und sozial zu engagieren. Und das auch hier lokal in der Region. Wir hatten das große Glück, dass wir über unsere Kollegen von Porsche Leipzig die zwei Pferde zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wir haben uns dazu bereit erklärt, dem örtlichen Reitverein die Pferde zu sponsern, sowie deren Unterhalt und die Umschulung zu Therapiepferden. Es ist eine schöne Sache, zu sehen, wie die Pferde eingesetzt werden bei behinderten Kindern."
Der PSV Grünstädtel hofft mit den beiden neuen Exmoor-Ponys noch mehr auf viele neugierige Besucher und Interessenten am Reitsport.
Dr. Wolf-Dieter Gnüchtel: "Die Reitanlage ist jeden Tag zu besuchen. Es gibt Ansprechpartner hier auf der Reitanlage. Wer Termine zum Reiten ausmachen möchte, kann jederzeit vorsprechen. Wer die Neuzugänge anschauen will, der sollte der Ausschilderung folgen. Man kann rangehen, nur bitte nicht füttern! Jeder der Interesse zeigt, soll auf die Reitanlage kommen. Je mehr Interessierte, desto bunter wird auch das Leben hier auf der Anlage."
Wir dürfen gespannt sein, wie die Ausbildung der Wildpferde für den Einsatz als Reit- und Therapietiere beim PSV Grünstädtel verläuft. In drei Jahren werden wir wieder vorbeischauen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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18.11.2017 12:00 (Wirtschaft)
An der Annaberger Riviera wohnen 
(SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ: Was wie ein Blick in die schmalen Gassen einer italienischen Kleinstadt wirkt, ist in Wirklichkeit das Münzviertel, die Johannisgasse der Erzgebirgshauptstadt. Romantisch gelegen findet zur Zeit das größte innerstädtische Wohnungsbauvorhaben im Landkreis seinen Abschluss. Noch wird in den Außenbereichen kräftig gebaut, im Inneren des denkmalgerecht sanierten Gründerzeitgebäudes ist schon Leben eingezogen. In Betrieb genommen wurde es am 10. November von der gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH, kurz WPA, und Gästen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Björn Buchold, Geschäftsführer der WPA: "Es ist schön das wir heute in der Johannisgasse 7 stehen im Münzviertel der Stadt Annaberg-Buchholz und wir feierlich unser Betreutes Wohnen für 17 Einzelappartements und natürlich unsere Tagespflege in der Johannisgasse 9 eröffnen können. Somit hat dieses Quartier und die Altstadt von ANA wieder ein Juwel bekommen.
Bis zu 22 Quadratmeter Wohnraum hat so ein Einzelappartement. Alle haben gemein eine traumhafte Aussicht und eine sonnige Lage. Genau das Richtige für ältere Menschen, die allein leben und vielleicht die eine oder andere Unterstützung brauchen. Allein sein muss aber niemand. Auf jeder Etage sind moderne Wohn- und Essbereiche zu finden, die geradezu einladen, sich zu unterhalten, gemeinsam zu speisen, sich zu beschäftigen. Wenn man will, natürlich.
Carola Lorenz, Leiterin des ambulanten Pflegedienstes: "Das Wohnen im Münzviertel bedeutet, dass hier in zwei Etagen Menschen mit einem Pflegebedarf einziehen können. Im Haus 9 ist eine Tagespflege integriert und alle Mieter haben die Möglichkeit, auch die Tagespflege zu besuchen."
Auch das, natürlich, ganz nach eigenem Ermessen. Die Etagen sind mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar und mit einem zusätzlichen Wellnessbad wird Richtung Wohlbefinden und Entspannung noch einmal eins draufgesetzt. WPA-Geschäftsführer Björn Buchhold betont, es sei eben kein klassisches Pflegeheim. Es soll eine Alternative sein - mit Synergieeffekten bei Betreuung und Pflege und einer Versorgungsqualität, die bei einzelnen, im Stadtgebiet verteilten Wohnungen, gar nicht möglich wäre. Anders gesagt: So viel Sebständigkeit wie möglich und schnelle Hilfe, wenn sie notwendig ist.
Mit der Investition einer Firma an der Johannisgasse entstehen insgesamt 50 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten. Neubauten und die Sanierung von Altbauten werten das historische Münzviertel deutlich auf und beleben die Annaberger Altstadt. Ergänzend dazu entstehen gerade auch eine Tiefgarage, Einzelgaragen und Carports. Und der Blick ähnelt nach wie vor wie eine Gasse einer italienischen Kleinstadt. Es ist eben die "Annaberger Riviera". So nennt man das Münzviertel hier schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.
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17.11.2017 08:00 (Wirtschaft)
Textilausbildung in Plauen konzentrieren 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Bei einem Branchentag der Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland gehörte am 8. November in Annaberg-Buchholz die Berufsausbildung zu den Schwerpunktthemen des Treffens. Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil. Und Bekleidungsindustrie machte neue Pläne diesbezüglich öffentlich. Die Berufsausbildung soll nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden.
Dr. Peter Werkstätter (Bild), vti-Geschäftsführer: "Das Hauptproblem ist, dass die bestehenden Kapazitäten relativ zersplittert sind. Es gibt sehr viele Standorte, die nicht alle den neuen Bedingungen unserer Industrie entsprechen. Die klassische Textilausbildung ist heute nicht mehr das Einzige, weil auch angrenzende Industriebereiche hineinspielen. Daher müssen Inhalte in der Lehrausbildung verändert werden. Das kann man nur in einem Kompetenzzentrum leisten, wie wir das in Südwestsachsen in Plauen vorhaben."
In der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie haben in diesem Jahr 245 junge Menschen eine gewerbliche Berufsausbildung begonnen. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten nicht alle Lehrstellen besetzt.
Der vti hat mit Blick auf zeitgenäße Ausbildungsbedingungen den zuständigen Ministerien und Behörden empfohlen, die textile Aus- und Weiterbildung der neuen Bundesländer in Plauen zu konzentrieren. Ähnliche Wege gehe man in Textilregionen in Bayern-Franken sowie in Nordrhein-Westfalen, wo in diesem Sinne bereits Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe auf den Weg gebracht worden seien. Warum sieht der vti in Plauen den richtigen Ort für das Kompetenzzentrum in Sachen Ausbildung?
Dr. Peter Werkstätter: "Es existieren schon maßgebliche Elemente. Wir haben ein sehr leistungsfähiges Berufsschulzentrum in Plauen, wir haben die Fördergesellschaft für berufliche Bildung in Plauen, wir haben eine Berufsakademie in Plauen, wir haben in unmittelbarer Nähe die Westsächsische Hochschule in Zwickau mit der Verbundausbildung zum Master in Chemnitz. Das sind ideale Voraussetzungen. Diese Elemente muss man jetzt zusammenfügen und sicherlich auch um einige Elemente ergänzen."
Und noch etwas spricht für Plauen: In den neuen Bundesländern befinden sich derzeit insgesamt mehr als 1.000 Jugendliche in einer textilen Berufsausbildung. Die überwiegende Mehrheit davon lernt in Sachsen. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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14.11.2017 08:00 (Wirtschaft / Sonstiges)
Abschluss bei Ausbildungsmessen 
(MT) STOLLBERG: Die Dreifeldhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg war am vergangenen Sonnabend die vierte und damit letzte Station der Ausbildungsmesse Erzgebirge. Wie zuvor in Annaberg-Buchholz, Aue und Marienberg konnten sich Schüler auch hier über Möglichkeiten zur dualen Ausbildung und zum praxisnahen Studium sowie generell berufliche Perspektiven im Erzgebirge informieren. Allein in Stollberg standen Vertreter von fast 100 Firmen Rede und Antwort.
Die Top 3 der Wunschberufe im Erzgebirgskreis waren dieses Jahr laut einer aktuellen Veröffentlichung der Arbeitsagentur bei den Jungs der Kfz-Mechatroniker, der Zerspanungsmechaniker und der Mechatroniker und bei den Mädchen die Verkäuferin, die Kauffrau Büromanagement und die Kauffrau im Einzelhandel. Das ergibt ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen zwei Jahren
Die meisten der Ausbildungsstellen wurden mit 121 Stellen zum Zerspanungsmechaniker, mit 71 Stellen zum Werkzeugmechaniker, mit 67 Stellen zu Einzelhandelskaufleuten und mit 64 Stellen zum Verkäufer gemeldet. (Bildquelle: KJ/Mario Rusznyak)
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09.11.2017 16:00 (Wirtschaft)
Textil- und Bekleidungsindustrie mit Wachstum 
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Die Textil- und Bekleidungsindustrie der Region Erzgebirge-Vogtland entwickelt sich weiterhin dynamisch. Das war die Kernaussage bei einem Branchentag am Mittwoch (08.11.) im Gründer- und Dienstleistungszentrum in Annaberg-Buchholz. Dr.-Ing. Jenz Otto, seit 1. Juli 2017 als Nachfolger von Bertram Höfer Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. Zeigt sich optimistisch: "Die Textilbranche hat eine große Historie in Sachsen und Thüringen. Sie hat sich nach den Jahren des Wiederaufbaus zu einer selbsttragenden Branche entwickelt. In diesem Jahr können wir ein Wachstum von 3,2 Prozent nachweisen. Das ist ein Umsatzwachstum, das stolz macht. Wir hoffen, diesen Schritt dann auch bis zum Jahresende durchzuhalten. Man sieht aber, das eine leistungsfähige Stufe in der Branche erreicht ist."
Die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsbranche hat sich damit im laufenden Jahr deutlich dynamischer als die Branche in den alten Bundesländern entwickelt. Dem Wachstum hier von 3,2 Prozent steht ein Wert von 0,7 Prozent für das gesamte Deutschland gegenüber.
Zu den Schwerpunktthemen des Treffens gehörte die textile Berufsausbildung, die nach Ansicht des vti künftig für ganz Ostdeutschland in Plauen konzentriert werden soll. Wir werden noch berichten.
Mit insgesamt rund 5.000 Beschäftigten in mehr als 90 mittelständischen Unternehmen, Instituten und Schulen verzeichnet die Region Erzgebirge-Vogtland die größte Dichte an textilen Produktions-, Forschungs- und Bildungskapazitäten in den neuen Bundesländern. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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Fläche / Einwohner:
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Länge 12.9250 / E 12° 56' 0"
Breite 50.6750 / N 50° 40' 0"

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